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GTFO - Hardcore Co-Op in bester Left 4 Dead Manier

GTFO

GTFO füllt die Nische, die Left 4 Dead hinterlassen hat. Auf der Gamescom hatte ich die Möglichkeit den Titel etwa eine Stunde lang zu testen. Warum ihr den Titel auf dem Radar haben solltet erfahrt ihr hier.

Vorweg sei gesagt, dass dies Eindrücke aus 2 unvollständigen Runden sind. Zeit- und Skill-bedingt gelang es mir und 3 Entwicklern nicht die Runden abzuschließen.

GTFO ist vorallem dunkel, aber auch atmosphärisch.

Alles andere als „Zocken mit Stützrädern“

Mit 3 anderen Spielern begibt man sich in dunkle Höhlen und Tunnel, um gefährliche Missionen abzuschließen. Dabei fängt die Teamarbeit schon im Loadout-Menü an, fehlender Wechselmöglichkeiten während der Missionen sei Dank. Denn um als Team überleben zu können bedarf es einem vielseitigen Arsenal.  Neben den obligatorischen Schuss- und Nahkampfwaffen gibt es einzigartige Gadgets, die essentiell für das Überleben der Gruppe sind.  Sentry Guns um Gegnerwellen nieder zu mähen, eine Glue Gun um Türen zu verstärken & Feinde zu verlangsamen, sowie ein Feindtracker mit dem Gegner als kleine rote Punkte vor einem markiert werden sind nur ein paar dieser Tools.

Fehlender Autoheal, geringe Munitionsanzahl und nicht abschaltbares Friendly Fire tun ihr übriges um die Konzentration in GTFO hoch zu halten und miteinander zu kommunizieren.

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Noch hält der Kleber aus der Glue Gun das Tor zusammen.

Kommunikation ist essentiell

Anhand der Features und Designentscheidungen ist Kommunikation das Schlüsselelement. Wer nicht ansagt, was er macht, bringt sich und die Gruppe in Gefahr oder kommt einfach nicht weiter. Zum finden von Keycards, dem öffnen von Kisten oder anderen Tätigkeiten brauchen wir immer wieder Codewörter oder Namen. Diese werden nirgendwo abgespeichert und die Terminals, mit denen wir sie öffnen können, stehen auch nicht an jeder Ecke, da sie gerne mal ein paar Räume weiter weg sind.

In manchen dieser Kisten finden wir nützliche Items wie z.B. Munitionspakete oder Medi-Packs mit denen wir wahlweise uns oder Kollegen in 20% Schritten versorgen können. Dies ist besonders hilfreich, um Teamkollegen auf zu päppeln, die unerwartet zu Boden gegangen sind oder nur noch wenig Munition besitzen.

Tore wie diese, triggern größere Angriffswellen, nur wer als Team arbeitet kann überleben.

Weniger Rambo, mehr SEAL

Spätestens an den Punkten der Kommunikation bricht GTFO mit den meisten Co-op Shootern, denn dort agiert man oft nebeneinander statt miteinander. Auch im Kampf bricht das Spiel mit der „Erst schießen, dann denken“-Mentalität. Dies liegt daran, dass die meisten Gegner in den Räumen schlafen und wir sie recht entspannt mit Nahkampfwaffen töten können. Jedoch müssen wir dabei leise vorgehen und niemanden mit unserer Taschenlampe wecken, was sich in einem stockfinsteren Korridor, als äußerst schwierig herausstellen kann.

Neben den schlafenden Feinden muss auch auf Scouts geachtet werden. Diese sind nicht nur wach und patrouillieren, sondern verschießen auch Tentakeln, mit denen sie versuchen euch zu „ertasten“. Sobald ein Feind, egal ob „normal“ oder Scout euch entdeckt, bricht die Hölle los.

Sobald einer der Spieler auch nur eine Tentakel berührt, wird die Hölle losbrechen.

GTFO – Sehen und sterben!

Die Struktur und Spannung verschwindet mit einem Mal und mündet in ein heilloses, wenn auch kurzes Feuergefecht. Feinde im Raum und der näheren Umgebung wachen auf und stürmen blindlings auf euch zu. Am Ende steht ihr entweder angeschlagen oder gar nicht mehr. Deutlich schwieriger sind dagegen Kämpfe im „King of the Hill“ Stil. In beiden Missionen mussten wir irgendwann einen Bereich verteidigen, während Gegnerwellen anrollten. Trotz Vorbereitung mittels Sentry Guns etc. und mehreren Versuchen gefallene Mitspieler wieder aufzuheben, gelang es uns nicht, die Kämpfe zu überleben. Dafür waren die Kämpfe selbst, aufgrund ihrer Hektik und des Friendly Fires zu heftig.

Erst wenn alle Spieler im Radius sind läuft der Bioscan weiter. „King of the Hill“ lässt grüßen.

Fazit

Mit GTFO trifft das 10 Chambers Collective bei mir einen Nerv. Seit Jahren suche ich einen Co-op Shooter der mich und meine Freunde fordert. Es ist kein Titel, den ich jedem empfehlen werde, denn ohne Freunde, die mitspielen werdet ihr nicht lange euren Spaß daran haben. Auch ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht erkennbar, in wie weit hier eine Langzeitmotivation herrschen wird. Zwar wollen die Entwickler auch nach Release noch eine ganze Zeit das Spiel mit Content versorgen, doch ohne ein Progress-System dürften einige Spieler schnell von dannen ziehen.

Trotzdem treffen die Entwickler in eine Nische, die aktuell nahezu leer ist. Daher war ich froh auf der Gamescom Hand an den Titel legen zu können. Jetzt gilt GTFO für mich als der beste Shooter der Gamescom. Voraussichtlich Ende des Jahres wird sich dann zeigen, ob die Vorschusslorbeeren angebracht waren oder nicht.

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GTFO soll Ende 2018 auf Steam erscheinen. Aktuell bestehen noch keine konkreten Pläne für Konsolenfassungen.

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