Spielebranche boomt – Geschichte und Entwicklung der Games

Spielen liegt dem Menschen im Blut, dabei ist das Alter ganz egal: Spätestens im Zuge der digitalen Revolution hat sich diese simple Wahrheit vor aller Augen manifestiert.

Spielen liegt dem Menschen im Blut, dabei ist das Alter ganz egal: Spätestens im Zuge der digitalen Revolution hat sich diese simple Wahrheit vor aller Augen manifestiert. Manch Erwachsener kann kaum noch von seinem Lieblingsspiel lassen, andere wechseln ihre Games wie die sprichwörtlichen Unterhosen. Spielen ist die Würze des Lebens – und die virtuelle Variante begleitet uns jetzt schon viele Jahrzehnte

Das Zeitalter der digitalen Spiele begann, wenn man es ganz genau nimmt, Ende der 50er-Jahre. In jenen ferne Tagen probierten zum ersten Mal junge, technikinteressierte Studenten an Computern herum, um zu sehen, was sich mit den Maschinen so alles so machen lässt. Aus dieser Bewegung heraus entstand im Jahr 1961 “Spacewar!”, das erste echte Computerspiel der Welt. Bis das virtuelle Vergnügen zu einer Massenbewegung wurde, verging jedoch noch viel Zeit. Das liegt darin, dass die meisten Normalos eben nicht mit einem damals noch extrem teuren Computer gerüstet waren. Das änderte sich mit zwei spannenden Erfindungen: der Spielekonsole und der großen Spielhallen, auch Arcade-Hallen genannt.

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Die allererste Konsole kam nicht von Nintendo – sondern von Magnavox!

Magnavox Odyssey, so hieß sie, die allererste Konsole aus den frühen 70ern. Darauf folgten weitere Produkte ähnlicher Bauart, die regelmäßig mit neuer Software versorgt wurden, um die Kunden bei der Stange zu halten. Während sich die 80er-Jahre allmählich heranpirschten, liefen bei Atari die Köpfe heiß: Urwüchsige Spielhallen-Klassiker wie “Asteroids” und “Space Invaders” wurden in den Softwareschmieden geboren und verschmolzen mit sperrigen Spielautomaten. In den Städten sprossen die Arcade-Hallen wie Pilze aus dem Boden, und fast jeder, der vorbeischlenderte, wagte das eine oder andere Spielchen für ein paar wenige DM. Niemand wäre damals auf die Idee gekommen, sich über die schlicht gestrickte Grafik auf den Bildschirmen zu beschweren: Alles, was zählte, waren Spannung und Spielspaß. Und von beidem war mehr als reichlich vorhanden.

Authentizität steigend: Bis heute haben die Spiele richtig Gas gegeben

Wenn wir aber rückblickend auf bestimmte Spielbereiche schauen, dann fällt die Erkenntnis wirklich nicht schwer, dass das digitale Spiel deutlich intensiver, realistischer und oft sogar schneller geworden ist. Am Beispiel eines Online-Casinos können wir deutlich sehen: Die einst langweilige Bildgebung, die nur die Grundelemente anzeigt, hat sich zu einer schnellen, interaktiven und grafikintensiven Navigation entwickelt. Beim Online Anbieter PokerStars Vegas dreht sich beispielsweise alles rund um die beliebtesten Vegasspiele der Welt. Benutzer können von einem authentischen Casino-Erlebnis profitieren, fast so, als wäre man tatsächlich mitten in Las Vegas. Und dies ist erst der Anfang, da durch die Virtual Reality das immersive Gefühl in Zukunft noch weiter steigern wird.

Heimcomputer und japanische Konsolen stürmten die Wohnzimmer

Als hätten die Spielefreunde der damaligen Zeit schon genau gewusst, wo die Reise hingeht, schlugen sie ab Beginn der 80er kräftig zu. Die digitale Spielebranche wuchs explosionsartig an, vor allem in den USA. Die Hersteller überschlugen sich fast darin, neue Games in großen Stückzahlen herauszubringen und überholten damit irgendwann die Nachfrage. Es gab einen großen Crash, gefolgt von einer Marktbereinigung: 1983 gilt als Jahr des großen Resets dieser Branche, der es kurzzeitig gelang, sich selbst zu überholen. Seitdem schreitet die Entwicklung wieder stetig voran, über Jahrzehnte hinweg, bis in die heutige Zeit. Zwischen 1984 und 1991 kamen die Heimcomputer auf, sie eroberten Stück für Stück unsere Wohnzimmer. Zeitgleich sorgten japanische Konsolen für weltweite Furore, auch sie trugen “Schuld” daran, dass jeder, der wollte, endlich sein hauseigenes Spiele-Center erhielt.

Aufstieg von Sega und Nintendo – von Ataria und Commodore

Ab 1984 stiegen Sega und Nintendo geradezu kometenhaft auf. Der US-Markt war durch die Krise wie leer gefegt, westliche Konkurrenz kaum mehr vorhanden. Kultfiguren wie Sonic the Hedgehoc und Super Mario wurden erfunden und ließen sich bald schon nicht mehr von den Displays wegdenken. Doch auch die amerikanischen Anbieter krochen angesichts der neuen Möglichkeiten allmählich wieder aus ihren Löchern: Die Unternehmen Atari und Commodore machten sich auf, den Japanern die Stirn zu bieten, sie entwickelten den Atari ST und den Commodore Amiga. Heimcomputer also, deren Performance sich mit den Jahren immer mehr verbesserte und die Grenzen der Technik allmählich unerwartet weit nach hinten verschoben.

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Die große Spiele-Revolution startete in den 90er – und läuft bis jetzt

In den 90ern tat sich eine Kluft auf zwischen den IBM-kompatiblen Computern und den Macintosh-Geräten von Apple. Die Ersteren waren vergleichsweise günstig zu haben, die Letzteren eher teuer und genau das Richtige für Nerds aller Art. Gleichzeitig vollzogen die Konsolen einen Entwicklungssprung nach dem nächsten, die Grafik formte sich teilweise schon dreidimensional aus. “Tom Raider” galt als das erste ernst zu nehmende 3-D-Action-Adventure überhaupt, es kam 1996 auf den Markt. Der Rest ist bekannte Geschichte: Zuerst machte die Playstation sich breit, dann Microsofts Xbox – und Segas Ruhm schwand nach und nach dahin. Den PCs und Konsolen gesellten sich mobile Geräte wie Tablets und Smartphones hinzu, das Internet sorgte für eine nie da gewesene Revolution.

Inzwischen boomt das Download-Geschäft wie nie, immer seltener werden Spiele auf physischem Weg verkauft. Natürlich stapeln sich in den Läden noch immer die CDs, doch dieser Geschäftszweig befindet sich tatsächlich auf dem absteigenden Ast. Die Zukunft der Spielewelt ist in jedem Sinne virtuell, das lässt sich jetzt schon sagen.

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