SMT IV : Apocalypse - Im GAMERZ.one Review: Shin Megami Tensei IV: Apocalypse

Ein neues JRPG ist in Europa erschienen: Shin Megami Tensei IV: Apocalypse. Ein Abenteuer, welches auf den Ereignissen des Vorgängers aufbaut und unser Interesse geweckt hat. Was wir erleben durften und wie uns das Spiel gefallen hat - das erfahrt ihr hier!

Heute haben wir ein post-apokalyptisches Rollenspiel für Euch: Shin Megami Tensei 4: Apocalypse, dem Nachfolger von Shin Megami Tensei 4! Veröffentlicht 2013 in Japan erreicht das RPG nun auch Europa. Was ihr von dem Spiel für Nintendo DS erwarten könnt, erfahrt Ihr in unserem Review!

Die Handlung

Nanashi, ein Jäger der Hunter Association, eine Gruppierung die für Versorgungs- und Auftragsarbeiten zuständig ist, lebt in einem post-nuklearen Tokio im Jahre 2038.

Die Welt um Tokio wurde durch atomare Waffen zerstört und die Stadt konnte nur durch ein übernatürliches Schutzschild geschützt werden. Doch das undurchdringbare Hindernis hält nicht nur die Menschen in der Stadt „gefangen“, sie leben nun Seite an Seite mit Dämonen aus Luzifers Armeen und Merkabahs. Die Menschheit legt ihre Hoffnungen allerdings nicht in unsere Hände, sondern in die von Finn.

Finn ist der Held aus Shin Megami Tensei 4. Er wurde allerdings von einer dritten Gruppierung entführt und ihre Pläne spalten sogar die Dämonen unter sich. Wir hingegen sind eher unscheinbar und kämpfen schon am Anfang des Spiels gegen den Tod an. Uns bleibt die Wahl: Sterben, dann ist das Spiel gleich am Anfang zu Ende, oder einen Pakt mit einem Dämon schließen, welchem wir dann dienen sollen. Nehmen wir dieses Angebot an, eröffnet sich uns eine Welt voller Abenteuer.

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Kurz vor dem Tod wird uns die erste Entscheidung überlassen: Leben oder sterben?

Das Setting

Die Geschichte spielt in einem dunklen Tokio der Neuzeit. Das Spiel ist in einzelne Gebiete abgesteckt, welche wir nach und nach freispielen. Anfangs stehen uns natürlich erst wenige zur Verfügung. Doch je größer unser begehbares Gebiet wird, desto unübersichtlicher wird die Karte. Fehlende Ausgänge oder Verbindungen lassen uns, trotz Navigation, oft wirr umher rennen. Haben wir etwas frei gelaufen, stehen uns Schnellreise-Terminals zur Verfügung.

Viele Gebiete sind bekannt aus Shin Megami Tensei 4. Wir finden auf den Karten allerdings auch neue Dungeons, die wir bezwingen können und die nicht einfach aus dem Vorgänger übernommen wurden. Des Weiteren locken die Maps mit Relikten, die es zu finden gilt.

Doch oft stellen sich uns magische Hindernisse in den Weg, die wir entweder nur von einer bestimmten Seite aus durchqueren können oder wir benötigen eine Waffe mit einer bestimmten elementaren Aufladung um diese zu zerstören.

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Dieses Tor können wir nur mit einer besonderen magischen Waffe zerstören.

Das Kampfsystem

Atlus setzt in diesem JRPG auf ein rundenbasiertes Kampfsystem. Langweiliges „erst greife ich an und dann du“ bleibt uns allerdings erspart. Aufgelockert wird das ganze durch taktisches Geschick. Analysieren wir einen Gegner und finden seine elementare Schwachstelle heraus, kann das für uns nicht nur für den Schaden, den wir anrichten, einen Vorteil bringen. Wenn wir die passenden Angriffe ausführen, erhalten wir sogar Bonuszüge oder Statusvorteile.

Auch müssen wir nicht zwangsläufig gegen einen Dämon kämpfen. Wir können uns ebenso gut mit ihm einfach unterhalten. Durch Gespräche können wir diese rekrutieren, damit sie für uns kämpfen. Ebenso können wir sie mit der falschen Wortwahl allerdings auch in die Flucht schlagen oder so sehr verärgern, dass sie angreifen, auch wenn sie eigentlich gar nicht an der Reihe sind.

Hilfreich ist auch, dass wir einen Kampfpartner auswählen können, welcher durch bestimmte Aktivitäten im Kampf Unterstützerpunkte sammelt. Hat er eine bestimmte Anzahl erreicht, können wir einen Angriff aller unserer Partner auslösen, was mit gutem Timing entscheidend für einen Kampf sein kann. Aber wir sollten uns auch Dämonen in unser Team holen, denn diese sind die einzigen, die wir, außer uns selbst, noch befehligen können.

Zufallskämpfe bleiben uns auf den Karten allerdings erspart, denn die Gegner erscheinen in flackernden Silhouetten und stellen wir uns gut an, dann gelingt uns sogar ein Präventivschlag.

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So könnte unsere Unterstützung im Kampf aussehen.

Die Besonderheiten

Hauptaspekt des Spiels besteht darin viele von den über 450 verschiedenen Dämonen zu fusionieren. Wenn wir zwei oder mehrere Monster miteinander verschmelzen, dann erhalten wir einen umso stärkeren Dämonen, der für uns kämpft. In den Kämpfen und in den Quests sammeln diese dann, genau wie wir, Erfahrungspunkte und steigen Stufe für Stufe auf. Sie werden stärker und erlernen neue Fertigkeiten, die wir anordnen können wie es uns gefällt.

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Manchmal hilft einfach reden um einen Dämonen zu rekrutieren.

Sind die Monster erst mal in unserer Gruppe kann es sogar passieren, dass diese mit uns sprechen oder uns manchmal sogar das eine oder andere Item schenken.

Der Schwierigkeitsgrad des Spiels ist immer anpassbar, also sollte euch eine Passage mal zu schwer sein, könnt ihr einfach das Spiel etwas einfacher stellen.

Speichern geht ebenso einfach. Ihr müsst nicht auf bestimmte Terminals im Spiel warten oder auf das automatische Speichern warten, denn wir können sichern wann immer wir wollen.

Unseren Charakter können wir relativ individuell gestalten. Je nachdem wie wir spielen, können wir ganz verschiedene Attribute verteilen und unserer Ausrüstung gut darauf anpassen. So bleibt jedem Spieler selber überlasen auf welche Art der Kampftechniken er sich verlassen möchte. Zudem müsst ihr den Namen Nanashi auch nicht zwangsläufig behalten, denn diesen kann man am Anfang des Spiels ändern.

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Neben der Hauptgeschichte gibt es natürlich auch optionale Nebenquests. Diese bestehen hauptsächlich aus Such- und Jagdaufgaben, Zuchtgesuchen bestimmter Dämonen oder Kämpfen unter bestimmten Voraussetzungen oder mit Handicaps.

Ein Street Pass für dieses Spiel haben die Entwickler auch hinzugefügt. In diesem können wir rekrutierte Dämonen auf eine Reise schicken, auf welcher sie dann stärker werden und neue Fertigkeiten erlernen. Das ist ziemlich praktisch für die Dämonen, die wir gerne etwas stärker hätten bevor wir sie im Kampf einsetzen.

Für alle, die Shin Megami Tensei 4 gespielt haben, wartet zudem noch eine kleine Überraschung. Man kann den alten Speicherstand hochladen und erhält dafür Bonusgegenstände. Auch wird es die Spieler freuen, denn Apocalypse baut auf viele Ereignisse des Hauptspiels auf und verknüpft die Geschichten miteinander. Wer den Vorgänger nicht kennt wird aber nicht in der Luft hängen gelassen: An wichtigen Punkten im Spiel werden die wichtigsten Aspekte der Geschichte und was vor 2 Jahren passierte wiederholt, sodass man immer auf einem gutem Wissensstand verbleibt.

Aber auch hier entscheiden wir wie das Spiel ausgehen soll. Es gibt mehrere Enden, die davon abhängen wie wir uns an bestimmten Stellen entscheiden.

Unser Fazit zu Shin Megami Tensei IV: Apocalypse

Die Stunden, die ich bisher mit dem Spiel verbringen durfte – vielen Dank an Koch Media – haben mich doch positiv überrascht. Nachdem ich den Trailer gesehen hatte, war ich mir nicht sicher, ob das Spiel wirklich etwas für mich sein würde. Doch es macht Spaß die Dämonen für sich zu gewinnen und zu sehen wie man sie zu mächtigeren Monstern heranwachsen lassen kann. Ebenso gespannt bin ich wie die Geschichte enden wird, aber da wird wohl mehr als einmal Durchspielen nötig sein um alle Enden freizuschalten. Aber für jeden Rollenspiel-Fan, der auch diese japanischen Legenden und Stile mag, kann ich das Spiel wirklich empfehlen. Es schließt an das Hauptspiel an und hat einige Elemente verbessert. Die Geschichte ist gut, aber im Hauptspiel war sie doch etwas tiefgründiger und mitreißender. Man merkt zu oft, dass unser Charakter doch nur eine Marionette ist und das ist etwas schade.

Allerdings finde ich die Synchro im Spiel sehr gut gelungen. Die englischen Sprecher geben sich wirklich Mühe und das merkt man auch. Leider ist unser Protagonist davon ausgenommen, denn wir bleiben das ganze Spiel über einfach stumm, was ein wenig schade ist.

Dennoch kann man Shin Megami Tensei IV: Apocalypse wärmstens weiterempfehlen. Es bietet viele individuelle Möglichkeiten, das Spiel zu beenden, was die Spielvarianz und damit Spielspaß und Spieldauer deutlich erhöht. Lohnt!

Release:  02.12.2016 (in Europa)
Plattform: Nintendo 3DS

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Bisher hat noch niemand einen Kommentar hinterlassen. Schande! Schreib DU doch den ersten! LOS!

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