Google entwickelt zusammen mit Ubisoft eine neue Plattform für Spieleserver

Rainbow Six Siege

Die neue Plattform Agones soll Hersteller von der mühsamen Aufgabe entlasten, dedizierte Multiplayer-Spieleserver zu verwalten. Kapazitätsengpässe sollen dann ebenfalls der Vergangenheit angehören. Ein herausforderndes Ziel.

Google ist ja bekannt für seine innovativen Ideen und den Mut, immer wieder neue Dinge auszuprobieren. Dabei wird oft auf die Zuarbeit einer Community gesetzt, wie es z.B. beim Open Source Betriebssystem Android für mobile Geräte heute der Fall ist.

Bedarfsabhängige und automatische Skalierung für Spieleserver

Jetzt versucht sich Google an einem neuen Projekt namens Agones, das speziell für skalierende Multiplayer-Spieleserverstrukturen gedacht. Bisher hat die Spieleindustrie nämlich größtenteils auf proprietäre Lösungen gesetzt, was natürlich Zeit und Geld verschlungen hat, das anderweitig dringend gebraucht wurde.

Auch hier wurde wieder ein Open-Source-Projekt ins Leben gerufen, um möglichst vielen Interessierten die Chance auf eine Mitarbeit zu bieten.

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Basis für die Entwicklung von Agones ist Kubernetes, ebenfalls ein Open-Source-System, das die Bereitstellung, Skalierung und Verwaltung von Container-Anwendungen automatisiert. Kubernetes wurde seinerzeit gleichfalls von Google entwickelt, später aber dann an die Linux Foundation übergeben.

Um die speziellen Bedürfnisse der Spieleindustrie optimal abdecken zu können, holte sich Google mit Ubisoft einen sehr erfahrenen Partner an Bord. Gerade in der MMO- und MOBA-Welt werden Serverlösungen speziellen Anforderungen ausgesetzt, auf die handelsübliche Hosting- und Skalierungslösungen nicht ausgelegt sind. Gemeinsam mit Ubisoft möchte Google nun eine Plattform schaffen, bei der sich die Spieleentwickler keine Gedanken mehr über Serverauslastung und dedizierte Server-Hardware machen brauchen.

Für Ubisoft ist diese Plattform sicherlich für den immer erfolgreicher werdenden Taktik-Shooter Rainbow Six Siege interessant.

Rainbow Six Siege Reinforcements

Mit Agones soll eine dynamische Serverlandschaft entstehen, bei der automatisch immer so viel Rechnerkapazität zugefahren werden kann, wie ein Spiel gerade benötigt. Dadurch wird eine einfache Skalierung auch zu Spitzenzeiten möglich. Ältere Spiele, bei denen ein Hersteller nach und nach die dedizierten Server abschalten würde, könnten dadurch am Leben gehalten werden. Agones würde auch ihnen immer noch Rechnerkapazität zur Verfügung stellen.

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Da Agones verschiedene Betriebssysteme unterstützen wird, kann also ein Hersteller sich eine Serverfarm (Private Cloud) seiner Wahl aufbauen. Diese kann dann dynamisch von allen seiner Spiele gleichzeitig genutzt werden.

Der bisherige Entwicklungsstand

Bisher steht Agones nur in einer Alphaversion zum Testen bereit. Google fordert aber dazu auf, die Version gerne einmal zu testen oder sich selbst in das Projekt einzubringen. Im Github Repository von Agones stehen alle benötigten Dinge zu Verfügung.

1 Kommentar zu “Google entwickelt zusammen mit Ubisoft eine neue Plattform für Spieleserver”

  1. Oh, das ist mal wirklich interessant – vielleicht eine Lösung für Games wie PUBG und Fortnite, die ja ziemlich Probleme mit dem teils rasanten Wachstum und unregelmäßige Runs haben… Wenn die das so dynamisch gestalten, dass auch bei Überkapazitäten automatisch abgebaut werden kann, dürfte das sogar der Umwelt zugute kommen, Stichwort Rechenkapazität und Stromverbrauch.

    Sehr cool, Google!

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