In Alone (Don’t grow up) auf Horrorsuche

Alone

Im Mai kommt der Gruselstreifen Alone (Don't grow up) auf DVD und Blue Ray auf den deutschen Markt. Wir haben uns den Film vorab einmal angesehen.

Gleich als ich den Trailer von Alone angesehen hatte, denke ich, dass es doch mal wieder cool wäre, sich auf der Couch unter der Decke und mit einem heißen Tee wieder mal einen Horror-Streifen reinzuziehen. Teenies als Hauptfiguren sind allerdings nicht so mein Fall, eigentlich hätte ich da schon gewarnt sein müssen. Aber davon lasse ich mich nicht abhalten, denn es könnte ja trotzdem ganz spannend werden. Achja, eine Spoilerwarnung will ich auch noch aussprechen.

Alone

Langatmiger Plot

Alone erzählt die Geschichte von sechs Jugendlichen, die aus schwierigen Verhältnissen stammen. Sie sind auf einer Insel in einem Heim untergebracht, wo es ihnen ermöglicht werden soll, wieder ein normales Leben zu führen und später einen Beruf zu ergreifen. Zu Beginn des Films erhalte ich ein paar kleine Einblicke in ihre Zukunftsträume und -wünsche, die sich nicht von denen anderer Jugendlicher unterscheiden.

Dann bricht ein neuer Tag im Heim an und ich beobachte die Teenies bei ihren Morgenaktivitäten. Und bereits hier beginnt es merkwürdig zu werden. Das Heim ist riesig. Große Schlafsäle, lange Flure, riesige Gemeinschaftsräume, alles scheint für hunderte von Bewohnern ausgelegt zu sein. Und trotzdem leben hier nur sechs Menschen? Ich bin nicht überzeugt, aber vielleicht ist ja Wochenende oder Ferienzeit … der Film hilft mir jedenfalls mit keiner Erklärung weiter. Zudem scheint kein Personal anwesend zu sein. Keine Köche, Putzkolonne, Aufsicht oder andere Angestellte lassen sich sehen. Das wird zwar von den Kids bemerkt, scheint sie aber weder zu wundern, noch zu beunruhigen. Im Gegenteil, es wird erstmal Party gefeiert. Schon hier gleitet die Handlung etwas ins Unwahrscheinliche und Unlogische ab.

Als dann doch einer der Betreuer auftaucht, attackiert er scheinbar grundlos die Teenager. Auch das wird nicht hinterfragt und die Gruppe flüchtet daraufhin in die Stadt. Hier ist alles menschenleer und wieder wundert sich niemand. Im Gegenteil, ein leerer Supermarkt wird gleich in Beschlag genommen und gründlich ausgeräumt. Keiner stellt Fragen, keiner hat ein mulmiges Gefühl und wenn Bedenken aufkommen, dann nur, weil man eventuell doch bei dem Einbruch erwischt werden könnte. Vielleicht sind meine Gedankengänge ja zu rational, aber das Verhalten kann ich irgendwie nicht nachvollziehen und dadurch gleitet der Film für mich bereits am Anfang langsam ins Unglaubwürdige ab.

Zu wenige Hintergrundinformationen

Eine gewisse Panik kommt erst dann auf, als die Teenies über eine Ansage erfährt, dass eine merkwürdige Epidemie auf der Insel ausgebrochen ist. Die Insel stünde nun unter Quarantäne und man sollte am besten zu Hause bleiben. Auch hier gibt es wieder keine weitere Erklärung, keine Vermutung zu den Ursachen oder den Symptomen.

Alone

Auf dem weiteren Weg durch die Stadt erfahren die Jugendlichen dann, dass wohl nur Erwachsene von der Infektion betroffen werden und diese sich dabei in gewalttätige Zombies verwandeln. Und zack, plötzlich sind die vorher noch gähnend leeren Straßen mit Leichen gepflastert und es robben angriffslustige Monster hinter den Kids her. Diesen abrupten und völlig unlogischen Szenenwechsel kann ich nicht mehr nachvollziehen. Spätestens hier hätte ich jetzt ich jetzt aufgehört weiterzuschauen, da trotz dieser gruseligen Einlagen kaum Spannung aufkommt. Aber ich hatte mich ja bereiterklärt, dieses Review zu schreiben …

Die Gruppe hat jetzt nur noch ein Ziel: Das Heil in der Flucht suchen und die Insel verlassen. Ich verfolge also den weiteren Weg und auch wie sich die Beziehungen zwischen den einzelnen Jugendlichen entwickeln.

Mein Fazit

Am Ende bleibe ich etwas ratlos zurück. Was wollte mir der Film jetzt eigentlich sagen? Für einen Horror-Film war zu wenig Spannung und Grusel enthalten. Eigentlich sieht man fast alle fraglichen Szenen bereits im Trailer. Für ein Epidemie-Szenario fehlen Hintergründe zur Infektion, Quarantänestationen oder ärztliche Hilfe von außen. Auch für eine Beziehungskiste zwischen Teenagern war zu wenig Futter vorhanden. Für mich ist der Film ein massiv missglückter Versuch, hier mehrere Genres unter einen Hut zu bringen. Zu viele langatmige Passagen, zu wenig Spannung und eine teilweise unlogische Handlung lassen mich für Alone keine wirkliche Empfehlung aussprechen. Dazu hat mich der Film zu wenig unterhalten und zu wenig Fragen beantwortet.

Alone wurde 2015 unter dem englische Originaltitel „Don’t grow up“ als spanisch/französische Kooperation veröffentlicht. Ab 24. März 2017 ist er auf Deutsch auf DVD und Blu-Ray erhältlich.

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