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Wargroove - Advance Wars mit Kampfhündchen im Gamerz.one Review!

wargroove

Heute gibt es einen wunderbaren, plattformübergeifenden Tipp aus der Welt der Indie-Games für alle Fans von guten Strategiespielen. Was Wargroove so toll macht erfahrt ihr in unserem Review.

Meine Liebe zu rundenbasierten Strategiespielen begann mit einem Gameboyspiel. Im Jahr 2002 kam das Gameboy Advance Spiel „Advance Wars“ heraus. Diese von vielen Fans heißgeliebte Perle unter den Gameboyspielen habe ich sofort ins Herz geschlossen. Das Spiel war relativ simpel aufgebaut, aber das Spielprinzip bot unzählige Möglichkeiten und jede Menge Spieltiefe. Im Grunde war es eine Art Schachspiel mit militärischen Einheiten. Nur wesentlich komplexer und vielseitiger als Schach.

Advance Wars (2002)

Strategie für die Hosentasche

Das Prinzip ist Simpel: Jeder Spieler startet mit einer gewissen Anzahl an verschiedenen Einheiten mit unterschiedlichen Eigenschaften ins Spiel, beziehungsweise kann er selbst Einheiten seiner Wahl produzieren, wenn die gespielte Karte über Fabriken, Flughäfen oder Häfen verfügt. Mit dieser Armee muss er versuchen alle gegnerischen Einheiten zu besiegen oder das Hauptquartier des Gegners zu besetzen.

Dies geschieht wie bei einem Brettspiel in Zügen. Pro Zug kann der Spieler jede seiner Einheiten verschiedene Aktionen ausführen lassen. So kann man beispielsweise je nach Typ der Einheit eine gewisse Strecke laufen, fahren oder fliegen. Ist ein Gegner in Reichweite kann man diesen angreifen und ist eine Basis in Reichweite kann man diese besetzen. Man muss sich allerdings für eine dieser Aktionen entscheiden. Angreifen und eine Basis gleichzeitig besetzen funktioniert nicht, denn erst im nächsten Zug kann man wieder aus seinem vollen Aktionsfundus schöpfen. Hat man all seine Aktionen getätigt, ist der Gegner dran und macht seine Züge. Dieser simple Charakter des Spieles entwickelt durch viele gute Ideen sehr viel Spieltiefe.

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So gibt es bei Advance Wars verschiedene Kommandanten, in dessen Rolle man schlüpft. Diese haben alle unterschiedliche Spezialfähigkeiten, die man im Laufe des Matches auflädt. So gibt es zum Beispiel einen Charakter, der mit seiner Fähigkeit alle seine Einheiten bis zu einem gewissen Grad heilen kann. Durch unterschiedliche Terrains wie Berge, Straßen, Wälder etc. kann man seine Einheiten schützen und einen taktischen Vorteil nutzen. Gibt es auf der Karte „Kriegsnebel“ nützen einem Spähereinheiten, die eine größere Weitsicht besitzen. Besetzt man fleißig Basen, spült das pro Basis jede Menge Geld in die Kassen, um neue Einheiten produzieren zu können.

Hatte man sämtliche Karten fertig gespielt und brauchte noch mehr Content konnte man im Gameboyspiel sogar seine eigenen Karten mit einem Editor basteln. Der Speicherplatz war allerdings auf drei Karten beschränkt. Alles in allem ist Advance Wars eines der besten Gameboyspiele und wurde sowohl von der Kritik als auch den Fans gefeiert.

Was hat das nun alles mit Wargroove zu tun!?

So, warum erzähle ich euch das alles? Geht es hier nicht um Wargroove? Das ist korrekt. Allerdings würde es dieses Spiel ohne Advance Wars nicht geben. Denn die Entwickler von Wargroove bauen explizit auf Advance Wars auf. Da Nintendo das Spiel bisher leider nicht fortgesetzt hat und 2008 der letzte Teil der Serie erschien, hat sich der Indie-Entwickler Chucklefish das Spielprinzip genommen und seinen eigenen Nachfolger im Geiste erschaffen.

Und das war eine sehr gute Entscheidung. Dadurch haben sie ein Spiel erschaffen, das zwar auf demselben Spielprinzip basiert, aber in allen Bereichen weiterentwickelt und mit tollen Ideen aufwartet. Meiner Meinung nach haben sie sogar das bessere Advance Wars erschaffen.

Wargroove – Alte Idee im neuen Gewand

Bei Wargroove ist jede Menge anders als in Advance Wars. Zum Einen hat sich das Setting komplett geändert. Bei Advance Wars bekämpft man sich in der Gegenwart mit bekannten Kriegsgerät wie Infanterie, Panzern, Bombern, Kriegsschiffen, U-Booten etc. Bei Wargroove hingegen begeben wir uns in eine Fantasywelt die eher an mittelalterliche Zeiten erinnert. Dadurch stehen hier ganz andere Einheiten und Waffen zur Verfügung. Es gibt Schwertkämpfer, Ritter, Bogenschützen, Ballisten aber auch Fantasiegeschöpfe wie Drachen, Hexen und Magier. Und für den Knuddelfaktor, und bei den Fans des Spiels äußerst beliebt: Die Kampfhündchen!

All diese Dinge sind verpackt in einer wundervollen oldschool Pixelgrafik, die durch ihre Klarheit und Übersichtlichkeit besticht. Außerdem wirken die Charaktere dadurch besonders knuddelig und charmant. Allein die tapsigen Geräusche der Hündchen beim Laufen oder das knochige Knacken beim Gehen der Skelettkrieger machen einfach Freude.

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Spielerisch bleibt das Ganze trotzdem sehr nah an seinem Vorbild Advance Wars. Die Fähigkeiten der unterschiedlichen Einheiten sind ähnlich verteilt wie bei dem modernen Kriegsgerät. So kann eine Balliste ähnlich einem Raketenwerfer nur auf Entfernung treffen und der Pferdewagen gleicht einem Truppentransporter. Der mächtige Drache ist ähnlich durchschlagkräftig wie ein Bomber und eine Meeresschildkröte kann Schiffe versenken wie ein U-Boot. All diese Dinge sind jedoch mit noch mehr Humor gestaltet als in Advance Wars. Lustige Amphibienwesen platschen über den Strand oder ein kleiner Matschkläffer hetzt dem Feind entgegen.

Dabei sind die einzelnen Armeen auch noch in Unterschiedliche Fraktionen unterteilt. Es gibt zum Beispiel Ritter, Untote oder Waldwesen. Damit es immer fair zugeht haben diese zwar unterschiedliche Namen und Aussehen aber die selben Fähigkeiten und Stärken. Der einzig wahre Unterschied ist deren Kommandant.

Das Ding mit dem Groove

Vielleicht habt ihr euch schon gefragt warum das Spiel Wargroove heißt. Der sogenannte Groove ist das, dass die einzelnen wählbaren Fraktionen wirklich unterscheidet. Jede Fraktion hat einen Anführer mit einer einzigartigen Spezialfähigkeit. Diese ist sehr ähnlich zur Spezialfähigkeit der Kommandanten in Advance Wars.

Der Unterschied besteht hier allerdings darin, dass der Kommandant nun wirklich eine Spielfigur auf der Map ist. Ähnlich wie der König beim Schach muss dieser unbedingt geschützt werden, da sonst das Spiel verloren ist. Jedoch ist der Anführer eine extrem gute Spielfigur, die sowohl sehr viel einstecken kann, als auch sehr viel austeilen kann. Kein Gegner kann ihn mit nur einem Angriff außer Gefecht setzen. Das macht ihn zu einer äußerst nützlichen Figur im Spiel, die man durchaus auch mal in Kämpfe schicken kann, ohne die Niederlage zu riskieren. Ihre Energie lädt sich außerdem langsam wieder auf wenn sie verletzt ist.

Eine weitere wichtige Sache die sich auflädt ist der Groove. Je mehr der Anführer in Kämpfe verwickelt ist desto schneller lädt sich auch der Groove auf. Hat er 100% erreicht, kann man die einzigartige Spezialfähigkeit des Kommandanten benutzen. Dies kann zum Beispiel die Heilung von Einheiten in einem bestimmten Radius um den Anführer sein oder das Spawnen einer beliebigen Einheit (gegen Gold) neben dem Kommandant. Der Untote Anführer kann einen Toten Krieger neben sich auferstehen lassen und der Waldbewohner kann Ranken aus dem Boden sprießen lassen um den Gegner aufzuhalten oder einzukesseln. Gerade diese Möglichkeiten sind äußerst nützlich und spaßig. Wählt man den richtigen Kommandanten für sein Match kann einem das extreme Vorteile verschaffen.

Ich mach‘ mir die Welt Widdewidde wie sie mir gefällt

In jeder Hinsicht beeindruckend sind die Möglichkeiten der eigenen Gestaltung des Spiels. Man kann entweder die Kampagne spielen, die mit einer netten Story und vielen tollen Ideen aufwartet. Oder man schlägt sich im Arcademodus gegen die verschiedenen Kommandanten. Und dann gibt es noch den extrem kniffligen Puzzlemodus in dem man eine Karte in nur einem Zug lösen muss. So kommen unzählige Stunden an Content zusammen.

Wem das noch nicht reicht, und das ist bei dem süchtig machenden Spielprinzip nicht unwahrscheinlich, kann sich mit dem extrem komplexen Editor austoben. Hier kann man nach Herzenslust eigene Karten erstellen, die denen der Entwickler in nichts nachstehen. Diese haben uns sogar Tools wie einen Cut-Szene-Editor und einen Kampagneneditor zur Verfügung gestellt. Damit kann man im Grunde sein komplettes eigenes Spiel mit verschiedenen Karten und einer Story erstellen. Ein Traum für jeden kreativen Spieler.

Geteilt werden kann das ganze über das Internet so gibt es inzwischen schon über tausend Karten und Kampagnen, die von Spielern erstellt wurden. So hat man eine schier unerschöpfliche Zahl an Content.

Der Schwierigkeitsgrad des Spieles reicht von Sehr leicht bis äußerst schwierig. Aber damit auch Hobbystrategen wie ich das ganze meistern können, lässt sich das Spiel perfekt auf den eigenen Skill einstellen. Hierzu gibt es einfache Schieberegler, die verdientes Gold, erlittenen Schaden und Grooveaufladung regulieren. Dadurch kann man das Spiel perfekt anpassen und gegebenenfalls auf sich einstellen. So kann jeder Spieler die Kampagne schaffen und es kommt zu wenig Frust.

Auch im Mehrspieler kann das Spiel punkten. Es gibt Crossplay und Asynchrone Matches gegen mehrere Gegner.

Ebenfalls muss man die Entwickler und die Community rund um das Spiel sehr loben. Vor kurzem erst haben die Entwickler Chucklefish aus London einen Livestream abgehalten, in dem die User ihre Verbesserungen für das nächste Update nennen konnten. In ihrem Redditforum haben sie die Änderungen in einer Liste zusammen getragen. So eine tolle Communitynähe würde man sich bei vielen Entwicklern so wünschen.

Negative Seiten hat das Spiel nur sehr wenige und viele Lösungen sind schon für das nächste Update angekündigt. Das Einzige was mir noch nicht immer gefällt ist die KI der Gegner. Diese kann zum Beispiel partout keine Transportwagen oder Transportschiffe benutzen. Somit kommen Truppen auf einer Insel niemals von dieser herunter. Ich habe selbst eine Testmap mit zwei KI-Gegnern, einem Meer in der Mitte und zwei Booten gebastelt und das Ganze endete in einem unendlichen Loop, weil die Gegner nicht ins Boot steigen wollten. Ich hoffe diese Dinge werden vielleicht noch verbessert.

Das Fazit

Wer auf gute Rundenstrategie-Spiele ala Advance Wars steht und ein süchtigmachendes Spielprinzip braucht ist mit Wargroove bestens beraten, vor allem weil das Spiel auf fast allen Plattformen erscheint, nur 17 Euro kostet und außer bei der PS4 auch crossplay unterstützt.

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