Valnir Rok - Erwecke den Vikinger in dir! Review

Einst gehörten Wikinger zu den furchterregendsten Geschöpfen der Menschheitsgeschichte und nun könnt ihr sie in Valnir Rok verkörpern. Ob das Spiel ein Konkurrent auf dem Markt werden könnte erzählen wir euch in unserem Test.

Die Wikinger waren Nordischen Seekrieger und sorgten während der Zeit des frühen Mittelalters, ca. 800 bis 1060 unserer Zeitrechnung, für Angst und Schrecken in ganz Europa. Sie plünderten und mordeten in großen Meuten durch die Länder sie kannten keine Angst und sollten sie mal Sterben werden sie, wenn sie tapfer gekämpft haben, in Walhalla erwartet.

Wer hat nicht als Kind gerne mal Wikinger gespielt und kennt die Kinderserie „Wiki und die Starken Männer„.
  „Hey hey Wickie hey Wickie hey
  Zieh fest das Segel an
  Hey hey Wickie die Wikinger
  Sind hart am Winde dran“
Halt… Stop….  da bin ich doch etwas abgeschweift und in Erinnerungen geschwelgt Entschuldigung.

Kommen wir zurück zu Valnir Rok, welches von den bekannten Youtubern Gronkh und Sarazar mitfinanziert wird und nun für 20 Euro im Early-Access erhältlich ist. Das Spiel stellt sich einem hart umkämpften Markt und hat mit seinem Szenario schon eine interessante Richtung eingeschlagen.

 

Klassischer Anfang

Als Schiffbrüchiger werden wir an eine Insel namens Valnir gespült. Mehr als uns selbst und nur mir einer Unterhose Bekleidet müssen wir uns nun um unser Überleben kümmern. Somit begeben wir uns auf die Suche nach Nahrung, Wasser und Ausrüstung. Haben wir dies erledigt, wird es Zeit sich eine Basis zu erbauen und im späteren Verlauf des Spiels wird es auch möglich sein, euch zu Clans zusammenzuschließen und gegen andere Clans zu kämpfen.

Auf der Insel selbst gibt es dann unterschiedlichste Wesen, die wir (oder uns) umlegen können. Beispielsweise wollen riesige Trolle, Drachen und Wölfe uns den gar ausmachen. Dabei wäre es hilfreich, wenn wir in der 16 km² große Karte Freunde finden würden. Platz genug ist vorhanden mit einer Vielzahl von PvP und PvE Servern. Ist der Feind erst einmal besiegt, können wir uns auf die Suche nach erlegbaren Tieren machen oder weitere Rohstoffe wie Holz, Stein und Pilze einsammeln.

Zukünftig wird es auch ein neuartiges Questmodell geben, in der ihr eure eigene Questreihe erleben könnt.

 

Typische Early-Access Probleme

So schön das nun alles auf dem Papier klingt, so sind all diese Punkte (außer dem Questsystem) kein Alleinstellungsmerkmal. Andere Spiele, wie Rust, DayZ und weitere haben schon vorgemacht, wie das Online Survival Genre auszusehen hat.

Hinzu kommen noch weitere Probleme, die Typisch für ein Early-Access Spiel sind. Beispielsweise ploppen Texturen einfach so auf oder Bugs zerstören gleich die ganze Atmosphäre des Spiels. Besonders gestört haben  die ständigen Probleme mit der Framerate. Schade daran ist, dass desto niedriger wir die Grafikeinstellungen stellen, umso konstanter wird das Spiel, allerdings sieht dann das Spiel entsprechend schlechter aus.

Damir wären wir auch schon beim nächsten Kritikpunkt, nämlich bei der Grafik. Das Spiel ist nun seit satten drei Jahren in der Entwicklung und man spürt deutlich, dass die Technik schon veraltet ist. Allein unsere Hauptfigur sieht schon im Menü sehr plastisch aus und nicht, wie ein lebender Mensch.

Leider gibt es auch Designentscheidungen, die nicht so ganz nachvollziehbar sind. Die Kamera zum Beispiel ist sehr merkwürdig und fühlt sich unnatürlich und ungenau an. Die Spielwelt wirkt unspektakulär und lädt gerade nicht zum Entdecken ein. Die Soundeffekte wirken auch äußerst merkwürdig. So klingt ein Schlag mit einer Axt nicht, wie eine Axt oder die Natur gibt immer wieder das ein und selbe Geräusch von sich, was sich dementsprechend als äußerst nervig erweist. Aber auch die Tiere geben Geräusche von sich, die sich als unweigerlich komisch erweisen.

 

Man kann aber Spaß haben

Das heißt jetzt nicht per se, dass das Spiel schlecht ist. Die Hoffnung besteht ja noch weiter, dass eines Tages ein Großteil der Probleme bewältigt sein wird. Wir sollten ja nicht vergessen, dass sich das Spiel ja noch im Early Access befindet und noch nichts in Stein gemeißelt ist.

Nun kann man durchaus sagen, dass das  Spiel auch in Zukunft kein Augenschmaus sein wird. Es macht aber dennoch in manchen Bereichen Spaß. So funktioniert das Crafting-System schon sehr gut und ihr könnt euch ohne große Probleme Kleidung, Waffen und vieles mehr zusammenbasteln. Ebenfalls lassen Hunger, Durst und sogar das Wetter euch nicht in Ruhe, weswegen ihr immer etwas zu tun haben werdet in Valnir Rok.

Hinzu kommt noch, dass der Einstieg für Neuankömmlinge nicht zu krass ist und euch somit um Frust keine Sorgen machen müsst.

Aber das wohl spaßigste ist, wenn euer Clan sich dazu entschlossen hat in den Krieg zu ziehen und ihr dann dementsprechend Seite an Seite mit eurem Jarl kämpft, um am Ende Siegreich aus der Schlacht hervorzutreten. Es ist nun keine Schlacht, wie in Game of Thrones, aber durchaus unterhaltsam.

 

Fazit

Seien wir ganz ehrlich. Das Spiel wird es in der Zukunft sehr schwer haben, obwohl sich Entwickler Encurio alle Mühe gibt. Aber andere Spielekollegen in diesem Genre sind einfach größer, hübscher und auch ausgereifter, als Valnir Rok. Aber gleich deswegen das Spiel als Totalkatastrophe abzustempeln wäre falsch.

Klar Technisch ist das Spiel total unfertig, wer allerdings auf die grafische Optik und die technischen Fehler hinwegsehen kann, der wird durchaus etwas Spaß mit dem Spiel haben. Vor allem wenn man sich noch Freunde dazu holt, steigt der Spaß Gehalt des Spiels um ein vielfaches.

Ob am Ende also die 20 Euro für das Spiel es wert sind, muss am Ende jeder für sich entscheiden.

 

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