Star Wars Jedi: Fallen Order – Ein Singleplayer, wie er sein sollte

Die Erwartungen an Star Wars Jedi: Fallen Order waren hoch. Daran ist Respawn Entertainment auch ein wenig selbst schuld, dank fantastischer Trailer. Kann das Studio die hohen Erwartungen erfüllen?

Dank den Jungs und Mädels von DLCompare haben wir einen Blick auf Star Wars Jedi: Fallen Order werfen können. Die vergangenen Star Wars Games waren im Gros eher Mittelmaß, wenn überhaupt. Respawn Entertainment hat den Star Wars Fans jedoch über die präsentierten Trailer und Informationen geradezu versprochen, dass dieses Game alle bisherigen mehr als deutlich in den Schatten stellen wird. Kann Respawn Entertainment Wort halten?

Ein reinrassiger Singleplayer ohne lästigen Schnick Schnack

Kurzum: Ja! Respawn hat in diversen Punkten definitiv Wort gehalten. Zum einen fehlt absolut jedwedes Monetarisierungs- oder Game-as-a-Service-Modell – anders als in den vorherigen Star Wars Titeln oder gar grundsätzlich entgegen dem Trend jeden sch*** intensiv monetarisieren zu wollen, wie es Activision beispielsweise bisher bei Call of Duty getan hat.

Man nimmt sich hier ein Beispiel an den guten alten Gaming-Zeiten unter Tomb Raider und Uncharted, wo es wirklich um das Erzählen und Erleben eines Abenteuers oder einer Geschichte ging statt Monetarisierung auf Biegen und (Er-)Brechen.

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Ein Third-Person-Action-Adventure mit hohem Wiederspielwert

Als Jedi-Padawan Cal Kestis ist man auf der Flucht vor den Truppen des Imperiums, die nach Order 66 alle Jedi-Ritter auslöschen sollen. Die Aufgabe: Den Orden der Jedi wieder aufbauen, dabei jedoch nicht entdeckt werden. Cal Kestis muss Rätsel lösen und gegen Gegner kämpfen, dabei seine Macht stets neu erlernen um gegen die, gegen die er bisher machtlos war, kämpfen zu können und dabei Geheimnisse längst untergegangener Zivilisationen zu entdecken. Während dieser Reise wird er von einem recht streitsüchtigen Piloten, einem furchtlosen kleinen Droiden und einer ehemaligen Jedi-Ritterin nach besten Kräften unterstützt. Lange verborgene Kräfte müssen nach und nach wieder erlernt werden, um so unter anderem Hindernisse zu überwinden, die er vorher nicht überwinden konnte.

Und genau hierin liegt der hohe Wiederspielwert von, beziehungsweise das intensivere Auseinandersetzen mit Star Wars Jedi: Fallen Order. Selbst nach allen durchlaufenen Trainings und auch einem Durchspielen des Spiels oder das erneute Reisen zu bereits bereisten Planten kann man dank neu erlangter Kräfte immer wieder etwas Neues entdecken, da man nun an Orte kommt, die man vorher nicht erreicht hatte.

Ebenso kann man Jedi: Fallen Order auch auf unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen spielen. Wer sich mehr “beschallen” lassen und nicht allzu viel nachdenken, sondern die Story verstehen und genießen möchte, für den eignet sich vielleicht der Storymodus am besten. Für jene, die sich mit dem Kampfmodus bereits auskennen, für die sind die drei weiteren Modi sicherlich nicht verkehrt. Der stärkste Modus allerdings wird sicher auch Genre-Veteranen stark ins Schwitzen bringen.

Star Wars Jedi: Fallen Order – Augen- und Ohrenschmaus

Das Spiel ist sowohl grafisch als auch vom Sound her eine Augen- und Ohrenweide. Wir haben das Spiel auf PC auf einer 2080Ti getestet, unter allerhöchsten Settings. Das Spiel war an keiner Stelle ins Stottern gekommen, obwohl es teilweise schon deutliche Frameeinbrüche gab. Auch wenn andere Spiele grafisch vielleicht noch schicker sind, so versteht es Respawn die Welt von Star Wars auf Basis einer Unreal Engine 4 glaubhaft und authentisch darzustellen. John Williams sorgt mit seinem Soundtrack für ein astreines Star Wars Feeling. Man könnte hin und wieder meinen, man stünde inmitten eines Films. Mit dem Unterschied, dass man eben selbst Aktionen ausführt.

Die Ladezeiten wurden geschickt kaschiert, beispielsweise durch extrem schmale Passagen, Dialogszenen oder beispielsweise Hyperraumflüge. Man kann das Spiel also quasi Ladesequenzfrei durchspielen, wirklich sehr gut gelöst.

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Fazit

Respawn Entertainment hat hier wie versprochen und die durch die Trailer geschürten Erwartungen erfüllt und ein absolut solides Singleplayer-Abenteuer abgeliefert. Abgesehen von einigen Frame-Einbrüchen, die das Game jedoch nicht unspielbar machten, können wir nicht wirklich großartig negative Punkte am Spiel finden, die zu einer Abwertung des Spiels führen.

Die Story ist sehr solide und ergänzt das Star Wars Universum und bietet viel Wiederspielwert. Am Ende der durchaus stattlichen 30 Stunden Spielzeit könnte man vielleicht jedoch leicht enttäuscht sein, denn gibt kein finales Ende. Es handelt sich hier eher um ein offenes Ende, welches definitiv ein Sequel fordert.

Aber ganz ehrlich, da wären wir an dieser absolut nicht traurig drum und empfehlen klar Star Wars Jedi: Fallen Order vorher gespielt zu haben!


Disclaimer
Wir danken DLCompare für das Bereitstellen des Review-Exemplars. Das Review spiegelt die unbeeinflusste Meinung des Autors wider, nicht die von DLCompare.

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