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Metro Exodus - Stealth ist wieder der Schlüssel zum Erfolg

Auf der gamescom gab es Gelegenheit, Metro Exodus einmal anzuspielen. Das Spiel macht definitiv Laune und erfreulicherweise wird wieder viel geschlichen.

Dunkle U-Bahnschächte, schummerig beleuchtete Wartungstunnel und dicht bevölkerte Metrostationen gehören der Vergangenheit an. In Metro Exodus geht es nämlich jetzt an die Oberfläche und die ist hell und einladend, aber dafür nicht weniger gefährlich als der Untergrund.

Neue und beeindruckende Kulisse

Auf der gamescom hatte ich Gelegenheit, Metro Exodus anzuspielen und diese neue Welt in der Egoperspektive zu erkunden. Ich spiele erneut Artjom, den Protagonisten, der uns bereits aus Metro 2033 und Metro Last Light bekannt ist.

Die Demo beginnt damit, dass ich halbtot von einer Frau aus einem Fluss gefischt werde. Es handelt sich dabei um Olga, die ich aber zunächst nicht klar erkennen kann. Von ihr erfahre ich auch, dass Anna, Artjoms Frau, offensichtlich verschleppt worden ist. Weitere Informationen kann ich ihr leider nicht entlocken, denn sogleich macht sie sich mit einem Hinweis aus dem Staub, dass wir uns an einer bestimmten Stelle wieder treffen werden. Völlig orientierungslos sehe ich mich zunächst einmal um.

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Optisch weiß die Umgebung von Metro Exodus jedenfalls gleich zu überzeugen. Ich stehe in einer wunderbar bewaldeten Flusslandschaft. Der Ort hätte auch gut das Ziel eines Sonntagsspaziergangs sein können. Guter Dinge marschiere ich also los und staune über den Detailreichtum mit dem sich mir hier die Natur präsentiert. Sogar ein kleiner Hase hoppelt vor mir über den Weg.

Metro Exodus gamescom

Aber bald schon sehe ich ein paar Überbleibsel menschlicher  Zivilisation. Hier und da ein verrostetes Autowrack, Zäune, Schilder. Dann treffe ich auf eine kleine Ansiedelung, in der es auch menschliches Leben zu geben scheint. Zum Glück, denn bei Metro kann man ja nie sicher sein, ob nicht plötzlich mutierte Ungeheuer aus dem Unterholz brechen. Meine Hoffnung auf Unterstützung wird aber kurz darauf zerstört, denn ich werde mit vorgehaltener Waffe unmissverständlich aufgefordert, mich vom Acker zu machen. Also sehe ich mich nach einem alternativen Weg um.

Nützliche Gadgets sind wieder mit im Gepäck

Waren in den vorherigen Teilen die Level eng und linear, so bietet mir Metro Exodus nun viel Platz für Erkundungen. Die Spielwelt ist weitläufig und offen, dennoch muss ich bestimmten Wegen folgen. Ich persönlich finde das allerdings eher angenehm, denn somit besteht kaum die Gefahr, mich komplett zu verlaufen. Wieder habe ich Karte, Feuerzeug und Kompass dabei, um mir den Weg zeigen zu lassen, sollte ich einmal nicht wissen, wo es als nächstes hingeht.

Metro Exodus gamescom

Es lohnt sich übrigens, auch einmal nach rechts und links zu schauen. Bastelmaterialien, Munition oder sogar Waffen lassen sich an teilweise gut versteckten Plätzen finden. Das Spiel lädt hier definitiv zu Erkunden ein und wer lässt sich das in dieser schönen Umgebung zweimal sagen. Leider konnte ich das Crafting-System in der Demo nicht ausprobieren, aber es sollen damit jede Menge Verbrauchsgegenstände erstellt oder Waffenverbesserungen vorgenommen werden können.

Ich werde auch gleich Zeuge des neuen Tag- und Nacht-Rhythmus von Metro Exodus. Während meine neben mir spielenden Nachbarn auf der gamescom noch bei schönstem Sonnenschein die Gegend erkunden, wird es bei mir langsam dunkel. Ich sehe zwar weniger, dafür sehen mich meine Gegner aber auch nicht (so lange ich nicht die Taschenlampe anknipse), während ich mich nun doch vorsichtig in die Siedlung schleiche. In diesem Fall ist die Nacht eindeutig ein Vorteil für mich. In anderen Situationen oder Gegenden sollte ich mich wohl besser nicht im Dunklen ins Freie wagen, denn sicher gibt es Kreaturen, die dann nur darauf warten, mich zu erbeuten. Natürlich könnte ich die Siedlung jetzt vielleicht komplett umgehen, die Erfahrung zeigt aber, dass mir dann wertvolles Loot entgehen würde, denn wo Leute sind, gibt’s auch meistens etwas zu holen. Also warum nicht jetzt die Dunkelheit ausnutzen.

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Stealth ist auch hier wieder Trumpf

Geduckt schleiche ich mich durchs hohe Gras und schalte einen Gegner nach dem anderen lautlos aus. Schön zu sehen, dass ich auch hier wieder die Wahl habe, lautlos vorzugehen oder aggressiv drauflos zu ballern. Letzteres empfiehlt sich allerdings nicht, wenn die Widersacher zahlenmäßig haushoch überlegen sind und wenn man, wie ich, nicht absolut treffsicher mit der Waffe ist.

Metro Exodus gamescom

Deswegen bevorzuge ich, wie in den anderen Teilen auch, die leise Vorgehensweise, was auch nicht immer ganz einfach ist. Meine Gegner sind ja nicht blöd und haben an allen wichtigen Türen Blechdosen an Schnüren befestigt, die Lärm machen, wenn ich versuche, ein Gebäude zu betreten. Habe ich diese Fallen entschärft, finde ich meist ziemlich viel Lohnenswertes in den Hütten. Ich wage auch den Abstieg in einen schummerigen Keller, in dem ich dann auch gleich von einer riesigen Schlange angegriffen werde. Hier muss ich dann doch die Schrotflinte zücken und hoffe, dass keiner mein Geballer gehört hat.

Munition scheint auch in Metro Exodus wieder ein knappes Gut zu sein, weswegen sich Anschleichen und leises Ausknipsen der Wachen auf jeden Fall lohnt, um die eine oder andere Kugel zu sparen. Ein paar wenige Gegner erledige ich am Schluss dann aber doch noch mit ein paar Schüssen. Ob Munition auch hier wieder als Währung eingesetzt werden kann, bleibt allerdings erst einmal ein Geheimnis.

Wegen der herrschenden Dunkelheit, entdecke ich dann leider zu spät ein gespanntes Seil, mit dem ich mich in das nächste Gebiet abseilen konnte. Meine Spielzeit war da leider schon zu Ende. Schade, denn ich hätte gerne noch mehr erkundet.

Mein Fazit

Auch wenn viele Mechaniken aus den ersten Teilen übernommen wurden, so ist doch manches neu und vielleicht auch besser. Ich fand mich jedenfalls von Anfang an gut zurecht und auch Einsteiger dürften damit kein Problem haben. Ich persönlich war allerdings wieder mit Anzahl an Waffen, verschiedenen Granaten, Gasmaske, Feuerzeug, Kompass, Karte, Taschenlampe etc. etwas überfordert. Das ging mir aber bisher in jedem Metro-Teil so, aber nach ein paar Stunden Spielzeit werde ich auch das wieder verinnerlicht haben.

Metro Exodus gamescom

Schön, dass auch das Schleichen mehr an Gewicht bekommen hat. Obwohl Metro Exodus ja (meiner Meinung nach zu Unrecht) immer als Shooter beworben wird, nimmt Stealth hier einen sehr großen Stellenwert ein, was ich sehr begrüße. Ich würde fast meinen, man hat hier über die drei Teile viel dazugelernt, verbessert und auf die Spieler gehört. Auch in den Redux-Versionen wurde ja in diesem Zusammenhang bei den bestehenden Teilen Einiges nachgebessert. Ich freue mich auf jeden Fall schon darauf, wieder einmal ein wunderbares Spiel im Schleichmodus durchspielen zu können.

Die Spielumgebung ist wirklich beeindruckend geworden. Obwohl ich ja nur einen kurzen Ausschnitt bewundern durfte, war ich doch von den Details und der Landschaft beeindruckt. Allerdings nimmt diese Weite und Offenheit auch etwas von der typischen düsteren Metro-Atmosphäre. Man wird sehen, ob das einem eingefleischten Metro-Fan gefallen wird. Definitiv wird Metro Exodus dadurch aber auch neue Spieler ansprechen, die mit der Serie bisher vielleicht wenig anfangen konnten.

Auch wenn Metro Exodus mit seiner offeneren Spielwelt etwas von seinen Vorgängern abweicht und die enge und intensive Atmosphäre der Moskauer Metro fehlt, macht es auf mich bisher einen sehr guten Eindruck. Das Spiel läuft flüssig, meine Spielfigur reagiert ohne zu Zicken auf meine Kommandos und für’s Auge wird auch viel geboten. Und weil ich hier wieder einmal ein solides Stealth-Spiel vor mir habe, gibt’s noch einmal einen dicken Pluspunkt. Wenn jetzt noch die Story stimmt, dann steht vielen Stunden fesselndem Spielspaß für mich jedenfalls nichts mehr im Weg.

Für mich persönlich ist Metro Exodus auf jeden Fall ein „Must Play“ für 2019.

Metro Exodus erscheint am 22. Februar 2019 für PC, PlayStation 4 und Xbox One. Mehr Infos gibt’s auch auf unserer Metro Exodus Themenseite.

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