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Metro Exodus - Ein letztes Hands-On vor dem großen Release

Metro Exodus - Hands-On

Kurz vor dem Release von Metro Exodus lud Deep Silver noch einmal zu einem Hands-On-Event ein. Unsere brandneuen Eindrücke lest ihr hier.

Wenn Deep Silver zu einem Hands-On-Event zu Metro Exodus einlädt, dann lassen wir uns natürlich nicht zweimal bitten. Trotz Schneefall, Eis auf der Autobahn und verspätetem Flieger schafften wir es rechtzeitig nach London. In einer witzigen Location direkt unter der Waterloo Bridge erwartet uns Huw Beynon, Deep Silvers Head of Brand Management. Nach einer kurzen Einführung durften wir dann selbst zum Controller greifen und uns mit Artjom noch einmal in das russische Hinterland begeben.

Metro Exodus - Hands-On

„Think before you shoot!“, diesen guten Rat gibt uns Huw Beynon noch mit auf den Weg und jeder, der bereits einen Teil der Metro-Reihe gespielt hatte, nickt wissend. Was für die anderen Teile galt, ist auch hier wieder angebracht.

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Ein Jahr per Zug durch Russland

Unser Held Artjom glaubt fest daran, dass es außerhalb der postapokalyptischen Welt der der Moskauer Metro ein besseres Leben und neue Freunde gibt. Mit der Lokomotive Aurora begibt er sich deshalb mit seiner Frau und einer kleiner Gruppe Kameraden auf einen langen Weg nach Osten, um eine neue Heimat zu finden.

Beeindruckend ist hier auf jeden Fall schon einmal die Vielfältigkeit der Landschaften, die dabei durchquert werden. Flussläufe, Wüsten oder Wälder, man atmet förmlich die abwechslungsreiche Weite Russlands ein. Ein Jahr wird die Aurora unterwegs sein und alle vier Jahreszeiten werde ich während des Spiels erleben dürfen.  Metro Exodus soll ja größer sein, als seine beiden Vorgänger zusammengenommen. Das war ja aber zu erwarten, denn enge Metro-Tunnel und Stationen weichen nun großzügigen Landschaften und weitläufigen Ansiedlungen.

Metro Exodus - Hands-On

Es stehen drei Kapitel von Metro Exodus zur Auswahl, die gespielt werden können, und ich knöpfe mir zunächst „The Volga“ vor. Hier werde ich in einem überschwemmten Gebiet abgesetzt, in dem die Aurora auf einer Brücke zum Stehen gekommen ist. Eine Weiterfahrt ist erst einmal nicht möglich, denn die Brücke ist gesperrt. Hier gilt es nun, diese wieder passierbar zu machen.

Zusammen mit Anna marschiere ich los und sehe mich in der näheren Umgebung um. Schon nach wenigen Minuten wird mir klar, dass Metro Exodus seinem eigenen Tempo folgt. Wer hier durchhetzt, wird das später büßen müssen. Ich nehme deshalb die verfallenen Gebäude und rostige Autowracks, die unseren Weg durch eine überschwemmte Ebene säumen, genauer in Augenschein. Jede Menge Nützliches wartet nämlich hier auf einen neuen Besitzer und will eingesammelt werden. Und das ist auch bitter nötig, denn so finde ich beispielsweise Munition, die immer ein knappes Gut ist, oder Materialien, aus denen ich mir gleich vor Ort Medipacks oder Filter für meine Gasmaske zusammenbasteln kann.

Überall gibt es Hinweise, dass hier vor kurzem noch jemand gelebt haben muss. Eine verlassene Bettstatt, Wäsche auf der Leine oder eine brennende Öllampe auf einem Schreibtisch erzählen ihre eigenen kleinen Geschichten. Ab und zu entdecke ich auch die Überreste von jemanden, der es nicht geschafft hat. Seufzend sammle ich dessen Habseligkeiten und werde an das harte Leben erinnert, das die Menschen hier führen müssen.

Metro Exodus - Hands-On

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Anna entdeckt in der Ferne einen Kirchturm und meint, dort Menschen gesehen zu haben. Während sie eine Scharfschützenposition einnimmt, um mich zu decken, steige ich in ein kleines Boot und rudere in Richtung Gotteshaus. Vielleicht findet sich ja dort jemand, der uns weiterhelfen kann. Während meiner kurzen Fahrt habe ich Gelegenheit, die Landschaft zu bewundern. Schilf raschelt im Wind, das Wasser gluckst um meine Nussschale und hier und da sehe ich Tiere im hohen Gras verschwinden. Die Umgebung wirkt lebendig und bedrückend zugleich.

Stealth oder Kugelhagel? Ich kann mich entscheiden

An der Kirche angekommen, muss ich leider feststellen, dass hier eine technikfeindliche Sekte haust, die mir nicht wohlgesonnen ist. Außerdem haben sie eine Mutter mit ihrer Tochter als Geiseln genommen. Grund genug, mich hier einzumischen und die unschuldigen Gefangenen zu befreien. Ich entscheide mich für eine lautlose Vorgehensweise, denn die Anzahl der mutmaßlichen Gegner ist einfach zu groß für eine direkte Konfrontation. Heimlich schalte ich einen nach dem anderen aus ohne einen einzigen Schuss abgeben zu müssen. So kämpfe mich zu Mutter und Kind vor. Kurz darauf sind beide in Sicherheit und ich ziehe mich so leise zurück, wie ich gekommen bin, hüpfe wieder in ein kleines Boot und paddle zurück zur Aurora.

Gerade denke ich bei mir, dass das ja alles glimpflich und reibungslos abgelaufen ist, als plötzlich ein zähnefletschendes Monster aus dem Wasser schießt und zu mir in mein wackeliges Gefährt springt. Beherzt wird es mit dem Paddel bearbeitet, bis es wieder in den Fluten verschwindet. Puh, was für ein Adrenalinstoß …

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Hier zeigt mir Metro Exodus, dass ich mich nie sicher fühlen kann. Überall lauern Gefahren und wenn ich nicht aufpasse, werde ich schnell das Opfer von gegnerischen Kugeln oder Reißzähnen.

Trotz der Bedrohungen schaue ich mich immer wieder um, denn die Spielumgebung fasziniert mich. Kleine Eisstückchen schwimmen auf dem Wasser, mein Geigerzähler klickt leise, vom Ufer aus winkt mir ein Kumpel zu … ich liebe diese Kleinigkeiten. Jetzt will ich mehr sehen und beschließe, mir in einem weiteren Kapitel das kaspische Meer näher anzusehen, das sich nach der atomaren Katastrophe in eine Wüste verwandelt hat.

Basteln, Reinigen, Verbessern

Schon in diesen ersten Spielminuten wird mir klar, dass ich immer wieder meine Taktik der Umgebung anpassen muss, um zu überleben. Ich persönlich bevorzuge ja die leise und heimliche Vorgehensweise, was unter Umständen aber auch etwas mehr Geduld bedeutet, da ich immer abwarten muss, bis sich ein Gegner in einer günstigen Position befindet, um ihn auszuknipsen.

Es gibt aber durchaus Situationen in denen ich schnellstmöglich zur Waffe greifen muss. Das kann durchaus kritisch werden, denn ich kann mir nicht immer sicher sein, dass sie auch funktioniert. Da Materialien knapp sind, werden Waffen eben aus dem gebastelt, was gerade da ist. Ladehemmungen sind da vorprogrammiert. Wenn alle Stricke reißen, kann ich aber immer noch mein Gewehr als Schlagstock verwenden … oder einfach weglaufen.

Metro Exodus - Hands-On

Meine Waffen oder auch meine Gasmaske werden durch Gebrauch mit der Zeit beschädigt oder verdreckt. Darauf sollte ich also immer ein Auge haben. Leider kann ich hier nur an bestimmten Werkbänken oder in der Aurora diese Mängel beseitigen, während ich einige Verbesserungen an meinem Equipment auch unterwegs vornehmen kann. Ein umsichtiger Umgang mit der Ausrüstung will deshalb auch erst gelernt werden.

Auf der Aurora steht mir dabei Tokarev zur Seite, der Bastler in meinem Team. Es lohnt sich, bei ihm öfter vorbeizuschauen, denn er hält immer mal wieder neue Ausrüstung für mich parat.

Das Metro-Feeling ist immer noch da

Enge Gänge, radioaktive oder mit giftigen Gasen verseuchte Luft, vollkommene Dunkelheit und Monster hinter jeder Ecke, das war es, was die Metro-Reihe bisher für mich auszeichnete. Ich war deshalb etwas skeptisch, ob diese riesige offene Welt dieses Spielgefühl ebenfalls transportieren kann.

Metro Exodus - Hands-On

Doch ich wurde positiv überrascht. Trotz der Weite der Landschaft gibt es immer noch genug Aufgaben, die mich in feuchte Keller, dunkle Höhlen oder sonstige beklemmende Gegenden schicken.  Und da ist es wieder, dieses Metro-Gefühl, das Gefühl in der Falle zu sitzen, während ich schwer atmend durch meine Gasmaske nach Luft japse und aufpassen muss, dass meine Taschenlampe nicht ihren Geist aufgibt. Dieses Gefühl, dass es eine extrem dumme Idee war, den Auftrag, der mich an diesen schaurigen Ort geführt hat, überhaupt anzunehmen.

Hier ist den Entwicklern wirklich das Kunststück gelungen, an die vorherigen Teile anzuknüpfen und das besondere Feeling erneut zu beleben und mit einer offenen Spielwelt zu erweitern. Auf dem Hands-On-Event konnte ich ja nur ein paar Settings genauer unter die Lupe nehmen, aber ich denke, dass die Mischung aus Open World und Missionen in denen es eng und furchteinflößend zugeht, perfekt umgesetzt wurde. Die Metro-Atmosphäre lebt für mich jedenfalls auch in diesem Teil weiter.

Kleine Gefälligkeiten erhalten die Freundschaft

Folgt man der Hauptstory, so soll diese in ca. 20 Stunden abgeschlossen sein. Ich vermute aber, dass ich persönlich viel länger brauchen werde, da ich viel erkunde und auch schon mal einen Weg zum Ziel außerhalb der Sichtweite der Gegner suche. Auch hier überrascht mich Metro Exodus einige Male. Denn wenn man die Augen offen hält, entdeckt man, dass es oft mehrere Möglichkeiten gibt, einen Zielpunkt zu erreichen. Hier wurde beim Leveldesign offensichtlich darauf geachtet, auch den Stealth-Fans entgegen zu kommen. Sehr löblich!

Praktisch ist übrigens auch eine Schnellspeicherfunktion. Sollte ich trotz aller Vorsicht mal von Gegnern ausgehebelt werden, falle ich nicht weit zurück.

Metro Exodus - Hands-On

Kleinere optionale Nebenaufgaben gibt es auch, die sind aber kein Muss und haben offensichtlich auch keine Auswirkung auf die Hauptstory. Das ist erfreulich, denn nicht jeder ist daran interessiert, Nebenmissionen abzuklappern. Zudem sind diese kleinen Aufgaben aber auch nahtlos in die Hauptstory integriert. So werde ich z.B. einmal gebeten, bei meinen Erkundungen zusätzlich nach einem Foto Ausschau zu halten, das ich tatsächlich dann auch entdecke und mitnehme. Und schon habe ich einen NPC glücklich gemacht.

Ich folge Artjoms Traum

Tiefgehende Entscheidungen sollen ja wesentlichen Einfluss auf den Spielverlauf haben. Während meiner mehrstündigen Spielsession ist mir allerdings nichts aufgefallen, womit ich mein Schicksal beeinflusst hätte (oder ich habe es nur noch nicht gemerkt). Jedenfalls lockt Metro Exodus mit verschiedenen Enden und ich lasse mich da nach dem offiziellen Release gern überraschen.

„Die Story der Metro-Reihe erzählt Artjoms Traum von einem besseren Leben!“, schwärmt Dmitry Glukhovsky, der Autor der Metro-Bücher, der ebenfalls bei diesem Hands-On-Event anwesend ist. Leidenschaftlich erzählt er über das teilweise entbehrungsreiche Leben in Russland und den Menschen dort, die es gewohnt sind, aus nichts etwas zu machen und sich durchzubeißen. Diese Einstellung wird meiner Meinung nach sowohl in den Büchern, als auch in den Spielen außerordentlich gut transportiert.

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Schade, dass es mir auf Grund der Zeit nicht möglich war, nähere Einblicke in die Hintergrundstory zu erhaschen und auch einige der Charaktere konnte ich noch nicht ganz zuordnen. Ich bin deshalb schon gespannt auf den Release, denn dass ich hier mit Metro Exodus ein großartiges und emotional tiefgehendes Spiel vor mir habe, steht für mich außer Zweifel.

Metro Exodus erscheint am 15. Februar 2019 für PC, PlayStation 4 und Xbox One. Mehr Infos gibt es auch auf unserer Metro Exodus Themenseite.

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