Mass Effect: Andromeda - Mass Effect Andromeda – Neue Galaxy, neues Glück?

Mit Mass Effect Andromeda beginnt eine neue Ära für die Fans der Serie. Mit diesem Spiel haben auch Neulinge einen Eintritt in die Welt von Mass Effect.

Die Mass Effect Reihe hat auf den älteren Konsolen viele Rollenspiel Fans an sich gebunden und fasziniert. Lange mussten die Fans warten bis es einen Teil für die Nextgen gab, mit Mass Effect Andromeda kam dann endlich der heiß ersehnte Nachfolger, selbstverständlich auch wieder für den PC. Doch als wirklichen Nachfolger sollte man das Spiel nicht sehen. Es soll ein komplett eigenständiges Game sein, denn die Mass Effect Trilogie ist zu Ende.

Kleiner Vorgeschmack auf die Aussichten

Wir reden bei Mass Effect von einem Rollenspiel Klassiker, bei dem von Bioware schon immer sehr viel Wert auf eine atemberaubende Story gelegt wurde. Diese hat viele Spieler schon von Beginn an gefesselt. Davon weicht man auch im aktuellen Teil nicht ab und dies fällt einem schon bei der Charaktererstellung auf.

Mann oder Frau? Eure Entscheidung!
Charakteranpassung

Wenn ihr euch nicht für die Schnellstart Variante eines der Ryder Zwillinge entscheidet habt ihr eine sehr große Möglichkeit euren Charakter zu personalisieren. Ihr könnt sogar bestimmen wie euer Zwilling aussehen soll, auch die Ausbildung welche euer Charakter genossen hat und seine Vergangenheit könnt ihr individualisieren.

Die Ausbildungsmöglichkeiten sind groß
Mass Effect Andromeda
Männliche oder Weibliche Vergangenheit
Die Mass Effect Andromeda Story beginnt mit Action!

Kommen wir aber nun zur Story, denn diese ist relativ düster. Ihr seid mit eurer Schwester Sara und eurem Vater Alec, dem „Pathfinder“, in der Arche Hyperion in die Andromeda Galaxy gereist. Die Reise dauerte mehr als 600 Jahre welche ihr im Kryoschlaf mit 20.000 anderen Menschen verbracht habt.

Alec Ryder, Vater und Pathfinder der Menschen

Während der Aufwachphase von euch und eurer Schwester bei Ankunft in der Andromeda Galaxy kollidiert ihr allerdings mit einer Anomalie. Im weiteren Verlauf wird diese als Geißel bekannt. Es kommt zu Komplikationen beim Aufwecken eurer Schwester durch den Zusammenstoß mit der Geißel, weshalb ihr zunächst ohne sie auskommen müsst. Auf die erste Mission begebt ihr euch also nur mit eurem Vater, allerdings nimmt eben diese nicht das erhoffte Ende, welches für diese vorgesehen war.

Ihr werdet, wenn auch eher unfreiwillig, nach dieser Mission der neue Pathfinder der Menschen. Allerdings war euer Vater eine Bekanntheit in der Milchstraße, er kannte ebenfalls die Pathfinder der anderen Archen sehr gut was ihr im weiteren Verlauf des Spiels noch feststellen werdet. Kurzum, ihr müsst euch erst als neuer Pathfinder beweisen. Ab dann habt ihr die große Aufgabe Planeten zu sondieren und sie bewohnbar zu machen. Klingt natürlich nicht gerade schwierig, aber es gibt genügend Faktoren welche euch dort in die Quere kommen, sodass ihr mit der Hauptstory durchaus eine Weile beschäftigt seid. Mal ganz davon abgesehen das wir hier nicht von 5 Planeten reden wie zum Beispiel in Destiny:

Die Galaxy in Mass Effect Andromeda
Ihr seid nicht alleine!

Es wäre sehr eintönig wenn ihr das alles alleine machen müsstet, daher stellen die Entwickler euch eine kleine aber feine Auswahl an Charakteren zu eurer Unterstützung an die Seite. Leider habt ihr alle 6 Helfer sehr schnell an eurer Seite, hierbei hätte man sich eventuell mehr Zeit lassen können.

Drack und der Rest des Teams

Jeder eurer Mitstreiter hat seine Spezialitäten und Fertigkeiten, oft kann es sehr hilfreich sein, wenn ihr bei Verhandlungen eine bestimmte Rasse an eurer Seite habt. Jede Rasse die es im Spiel gibt, abgesehen von den Salarianern und der feindlichen Kett, stellt mindestens einen Helfer im Team. Ihr seid auf den Planeten immer zu dritt unterwegs, müsst euch daher also immer vor einer Mission entscheiden wen ihr dabei haben möchtet.

Während eurer diversen Aufgaben sorgen eure Helfer durch ihre Kommentare oft für ein Schmunzeln auf eurem Gesicht, so war es jedenfalls bei mir, besonders der Kroganer Drack mit seinen derben Sprüchen sorgt für Stimmung. Die Art und weise wie ihr bei Gesprächen antwortet hat Auswirkungen darauf wie euer gegenüber reagiert, oder wie euer Trupp reagiert.

Gefühlsbedingte Antwort

Auch müsst ihr oftmals Entscheidungen treffen welche sich auf den weiteren Verlauf des gesamten Spiels auswirken. Ihr könnt durch eine Entscheidung durchaus auch dafür sorgen, dass eine bestimmte Spezies nicht sehr gut über euch denkt, was sich auf weitere Verhandlungen negativ auswirken kann. Natürlich ist auch unser aller liebstes Feature, dem flirten mit Verbündeten wieder möglich. Dies geht dann soweit, dass ihr, wenn ihr am Ball bleibt, sogar eine innige Beziehung mit eurem Gegenüber eingehen könnt, von emotionaler Bindung bis Sex ist alles möglich.

Intellektuelle Antwort
Unsere besten Freunde

Es gibt zwei Dinge, welche ihr in Mass Effect Andromeda in jeder Mission mehr als einmal benötigen werdet – euren Scanner und euer Fahrzeug, den Nomad. Durch das Scannen diverser Gegenstände, der Botanik und anderen Rassen und Gegnern erhaltet ihr Scanpunkte. Eben diese benötigt ihr für das Erforschen eurer Ausrüstung, welche ihr sobald ihr sie erkundet und das nötige Material gefarmt habt auch direkt herstellen könnt.

Der Scanner
Forschung und Entwicklung

Ohne euren Nomad seid ihr aber genauso aufgeschmissen wie ohne eine Waffe. Viele der Planeten sind verstrahlt und quasi tödlich wenn ihr euch dort länger ohne Schutz aufhaltet. Es gibt Planeten auf denen es noch weitere Überlebensprobleme gibt, ob es Minusgrade sind welche euch in kürzester Zeit zu einem Eiszapfen machen oder aber die Oberfläche des Planeten eine Wüste mit Temperaturen jenseits von Gut und Böse ist. Mit eurem Nomad seid ihr deutlich länger geschützt als zu Fuß. Ihr könnt an bestimmten Punkten auf den Planeten welche ihr entdeckt eure Lebensfähigkeit wieder auffüllen. Durch das Terraforming, welches ihr durch eure Story betreiben müsst, werden die Planeten nach und nach durchaus „bewohnbar“.

Der Nomad
Ein kurzer Spaß?

Ihr seht jetzt schon das die Vermutungen der Community hierzu durchaus angebracht sind. Es wird derzeit viel darüber geredet wie lange man Spielspaß mit Mass Effect Andromeda haben kann. Momentan kursieren Zahlen von 60-100 Stunden, jedoch reden wir hier über jede noch so kleine Quest welche ihr mitnehmt und jeden Auftrag den ihr erfüllt. Ihr bekommt auch praktisch jedes mal wenn ihr euer Schiff betretet per E-Mail eine neue Aufgabe, auch auf den Planeten sind in den von euch errichteten Außenposten immer wieder Leute die eine Auftrag für euch haben. Meiner Meinug nach sind 60-100 Stunden durchaus eine ordentliche Zeit.

Kritik an den Charakteren

Nach dem Release des Spiels im März dauerte es nicht lange bis eine Welle an Kritik das Spiel überschattete, welche die Mimik und Gestik der Figuren im Spiel betrifft. Viele sagten das die Gesichter eher einem Pfannkuchen ähneln als einem Gesicht, ebenso wurde berichtet das es oft zu Grafikfehlern beim sprechen kommt. Für ersteres wurde vor kurzem bereits ein Patch aufgespielt, welcher für eine deutliche Verbesserung der Mimik sorgte. Die Gesichter wirken nun ein wenig realistischer und weniger wie Porzellanpuppen. Mich persönlich hat das eigentlich nicht gestört, es war meiner Meinung nach eher eine Kleinigkeit. Was mich allerdings selbst ein wenig irritiert ist das grafische Problem beim Sprechen der Figuren. Oft öffnet sich der Mund gar nicht oder erst mit einer Verzögerung, aber das sind alles in allem eigentlich immer noch Kleinigkeiten.

Eine Gute Story ist nicht alles

Wenn euch die Story irgendwann zu langweilig wird und ihr etwas Abwechslung braucht könnt ihr euch auch mit dem Multiplayer weiter beschäftigen. Hier sei vorab direkt gesagt das es sich hierbei um einen Coop Multiplayer handelt, ihr werdet also nicht gegen andere Spieler antreten! Ihr müsst im Mehrspieler Modus von Mass Effect Andromeda Missionen im Team erfüllen, durch diese könnt ihr auch Materialien für euer Storyabenteuer bekommen.

Ihr habt diverse Charakter zur Auswahl, alle mit ihren eigenen Fähigkeiten. Auch müsst ihr hierbei entscheiden welche euch am besten liegt, durch das Leveln könnt ihr eben diese noch verfeinern und verbessern. Ihr müsst mit eurem Team, soweit ich es bisher immer erlebt habe, 6 Wellen überleben in denen ihr diverse Aufgaben bekommt. Diese können das Einnehmen von Zonen, das Eliminieren hochrangiger Ziele oder auch auch die Zerstörung von Technik sein. Wichtig ist hierbei die Zusammenarbeit. Selbst in der niedrigsten Stufe, Bronze, haben es die Wellen schon gewaltig in sich wenn ihr es ohne Teamplay versucht.

Spielauswahl Benutzerdefiniert
Mein Fazit:

Mass Effect Andromeda glänzt durch sehr liebevoll gestaltete Planeten und eine mitreißende Story, die durchaus für Gänsehaut sorgen kann. Zu tun gibt es in diesem Rollenspiel definitiv genug damit es nicht allzu schnell öde wird. Ich selbst habe die Mass Effect Trilogie nicht gespielt und bin somit mit diesem Teil zum ersten mal mit der Reihe in Berührung gekommen. Dies macht aber überhaupt nichts, denn die Story hat mit den Vorgängern absolut nichts zu tun.

Somit wird es auch für Mass Effect Neulinge möglich mit der Story klar zu kommen. Allerdings gibt es auch Kritikpunkte. Es gibt so viele Rassen mit denen man kooperiert, und es gibt für alle Rassen eine Arche. Ich persönlich hätte es als angenehmer empfunden, wenn man zu Beginn hätte wählen können welche Rasse man spielen möchte. Das ist aber auch schon das Einzige was mich an dem Spiel gestört hat und auch das konnte mir den Spielspaß nicht nehmen.

Für Rollenspiel Fans ist Mass Effect Andromeda wirklich zu empfehlen, denn man hat lange seinen Spaß daran und das Spiel ist rund um gut umgesetzt.

 

0 Kommentare zu “Mass Effect: Andromeda - Mass Effect Andromeda – Neue Galaxy, neues Glück?”

Bisher hat noch niemand einen Kommentar hinterlassen. Schande! Schreib DU doch den ersten! LOS!

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