Die Säulen der Erde - Ein Buch mal anders – Unser Review

Deadalic hat ein neues Adventure auf den Markt gebracht und wagt sich an einen Weltbestseller heran. Ken Follet’s Die Säulen der Erde könnt ihr nun interaktiv erleben. Was euch erwartet und ob es Deadalic gelungen ist, ein tolles Spiel aus dem Buch zu formen, das erfahrt ihr in unserem Review.

Ken Follet: Die Säulen der Erde ist ein Weltbestseller. Deadalic hat es sich zur Aufgabe gemacht, dieses Buch zu einem interaktiven Erlebnis zu machen. Aufgeteilt in 3 Bücher mit jeweils 7 Kapiteln, können wir die Welt mit vielen verschiedenen Charakteren entdecken und die verschiedensten Geschichten erleben. In einer am Buch orientierten Geschichte, aber nicht so linear wie ihr jetzt vielleicht glauben mögt.

Eine Geschichte, viele Handlungen

Das Spiel setzt euch nicht nur einen Charakter vor, welchen ihr spielen dürft. Nein, in jedem Kapitel lernt ihr jemanden neues kennen, zumindest im ersten Buch. Jedes Mal erwartet euch eine neue Umgebung und eine neue Geschichte mit ihren Lachern, Empörungen und sentimentalen Momenten. Ich möchte euch dazu nicht zu viel verraten, aber so viel sei gesagt: So einfach aufzuhören, wenn man angefangen hat ist es nicht, denn nach jedem Charakterwechsel habt ihr so viele Fragen. Ständig, den Drang zu erfahren wie es weitergehen wird und warum man jetzt nicht dort einfach weiterspielen kann. Zumindest ging es mir so. Ich vermute auch, dass die Handlungsstränge irgendwann wieder zusammenfinden. Aber wann und warum, dass bleibt abzuwarten.

Euer Spiel, eure Entscheidungen

Ein nettes Feature sind die ganzen Entscheidungen, die ihr im Spielverlauf treffen müsst. Teilweise offensichtlich, da euch Entscheidungsoptionen in den Dialogen gestellt werden, oder eben nicht so offensichtlich, durch Taten, die ihr vollbringt oder eben nicht vollbringt. Das auch dabei Entscheidungen fallen, ist mir tatsächlich erst während des Spiels aufgefallen. Denn so können euch tatsächlich Steine in den Weg gelegt werden und kann zu Umwegen führen. Macht allerdings, die Handlung nochmal deutlich interessanter. Nicht immer lässt sofort etwas darauf schließen, dass die Entscheidung vielleicht nicht so klug gewesen ist. Nach jedem Kapitel, wird euch nochmal zusammengefasst, wie ihr euch in Dialogen entschieden und während des Spielens verhalten habt.

Ein bisschen Questen

Um den roten Faden, der doch irgendwie vorhanden ist, nicht zu verlieren, bekommt ihr immer wieder neue Hauptaufgaben gestellt, welche ihr erledigen sollt. Ob ihr dies gleich tut oder euch erst gründlich in der Welt umseht, das bleibt euch überlassen. Aber ich rate euch, dass Umsehen lohnt sich immer!

Wunderschöne Welt

Die Zeichenart von den Säulen der Erde gefällt mir persönlich sehr gut. Er fügt sich sehr gut in das Spiel ein und sorgt für die richtigen Atmosphären an den richtigen Stellen. Wo wir einer heruntergekommenen Kathedrale und einem verlassenem Dorf drum herum begegnen, haben wir viele Grautöne, es wirkt nie richtig hell und alles ist kalt und verlassen. Auf der anderen Seite haben wir dann wiederum wunderschöne, grüne Wälder. Die viel entdecken lassen. Es steckt viel Liebe im Detail. Der Soundtrack im Hintergrund fügt sich auch immer gut in die Umgebung ein und wechselt, je nach Aktion, immer genau richtig zwischen Melancholie, Dramatik oder, oder, oder.

Inventar und Interaktionen

Euer Inventar befindet sich ganz altmodisch am unteren Bildschirmrand. Stört aber dort absolut gar nicht. Passt tatsächlich eher zu der Zeit in welcher das Spiel bzw. das Buch spielt. Wie immer könnt ihr natürlich die Gegenstände alle mit allem ausprobieren und euch die typischen Deadalic Sprüche anhören. Für die eine oder andere Interaktion gibt es sogar den ein oder anderen Erfolg. Da ich auf dem PC spiele, werden die Interaktionen natürlich mit der Maus ausgeführt. Die Leertaste hilft, wenn man mal nicht weiterweiß und zeigt alle Gegenstände an die in der aktuellen Umgebung zu finden sind. Wie sich die Steuerung auf der Konsole verhält, dass müsst ihr dann selber herausfinden.

Das Speichersystem speichert eigentlich an vielen Stellen automatisch. Aber ihr könnt auch beliebig oft manuelle Speicherstände erstellen. Wenn ihr euch an einer Stelle mit der Entscheidung nicht sicher seid, etc.

Unser Fazit

Ein schönes klassisches Adventure mit einer liebevollen Gestaltung. Musik, Umgebung und Spielgeschehen harmonieren toll miteinander. Man entdeckt viele tolle Persönlichkeiten auf seinem Weg durch das erste Buch. Egal ob man diese selber spielt oder sich mit ihnen unterhält. Die Vielfalt der Charaktere macht das Spiel wirklich zu einem Erlebnis. Man fiebert mit, sympathisiert, ist traurig oder kann seinem Gegenüber überhaupt nicht leiden und manchmal bekommt man gute Tipps, denjenigen auf die Palme bringen zu dürfen. Deadalic hat sich hier nur mal wieder selbst übertroffen. Nach Deponia, kann ich für mich sagen, dass die Säulen der Erde ein Highlight Spiel werden wird und ich absolut gespannt darauf bin zu erfahren wie es weitergeht.

Das Buch habe ich übrigens noch nicht gelesen. Es steht in meinem Regal, aber leider fehlte mir bisher die Zeit dazu. Also jeder von euch, der das Buch kennt und das Spiel spielt, kann ja gerne mal ein Kommentar hierlassen, in wie weit sich die Geschichten gleichen. (:

0 Kommentare zu “Die Säulen der Erde - Ein Buch mal anders – Unser Review”

Bisher hat noch niemand einen Kommentar hinterlassen. Schande! Schreib DU doch den ersten! LOS!

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