Final Fantasy XV - Unser Review der Version auf der Gamescom

In unserem Review zu Final Fantasy XV erfahrt ihr, ob das Spiel der langen Entwicklungszeit und unseren Erwartungen gerecht wird.

Square Enix fährt mit Final Fantasy XV auf der diesjährigen Gamescom schwere Geschütze auf und zieht mit einer riesigen Präsentation und massenweise Merchandise die Aufmerksamkeit auf sich. Fans, die etwas Zeit und vor allen Dingen Durchhaltevermögen mitgebracht haben, werden nach der langen Wartezeit mit einer Spielsitzung von ungefähr 45 Minuten belohnt. Wir haben für euch diesen Schritt gewagt und berichten euch von unseren Erfahrungen mit den ersten Spielszenen des heiß erwarteten Rollenspiels.

Das Abenteuer startet man als Thronerbe Noctis, der sein Königreich Lucis zu verteidigen versucht, das sich als einzige Nation der Welt Eos gegen die Herrschaft des Imperiums Niflheim auflehnt. Zu Beginn des Spiels entscheidet der Spieler selbst, welche Stimme er den Charakteren aus Final Fantasy XV verleihen möchte. Es steht eine Sprachausgabe in deutsch, englisch, japanisch und französisch zur Auswahl. Auch wenn die deutsche Version durchaus gelungen ist, werden Veteranen der Serie sofort auf die japanische zurückgreifen. Die Dialoge sind sehr abwechslungsreich gestaltet und werden durch eingeblendete Antwortmöglichkeiten aufgelockert, die uns in einigen Fällen verschiedene Spielwege eröffnen.

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Als Noctis erkundet ihr gemeinsam mit euren Freunden die Welt Eos.

Zu den größten Neuerungen zählt definitiv das Kampfsystem. Während man es in den klassischen Final Fantasy-Ablegern noch mit rundenbasierten Gefechten zu tun hatte, erinnert das aktuelle System eher an ein Hack and Slay. Visiert ihr einen Gegner an und haltet die Kreis- oder die B-Taste gedrückt, so führt Noctis eine Reihe von Angriffen aus, die abhängig von der Länge der Trefferreihe einige Spezial-Moves bereithält. Insgesamt standen uns drei Waffen zur Verfügung: ein Kurzschwert, ein Großschwert und ein Speer. Alle drei zeichneten sich durch ein anderes Verhalten aus und ließen sich je nach Gegnerart sehr unterschiedlich einsetzen. Die Defensive gestaltet sich auf den ersten Blick ein Stück einfacher. Hält man die Viereck- oder Kreis-Taste gedrückt, so blockt ihr automatisch Standardangriffe der Gegner. Führen diese dann aber schwere Attacken aus, seid ihr gezwungen, euch zum richtigen Zeitpunkt wegzurollen. Solltet ihr euch einmal in einer besonders unangenehmen Situation befinden, so könnt ihr ebenfalls von der sogenannten „Warp“-Funktion Gebrauch machen, die euch an einen anvisierten Ort teleportiert. Als fortgeschrittener Spieler sollte man sich auf den höheren Schwierigkeitsgraden oder gegen Bossgegner außerdem auf sein Team verlassen. Während des Kampfes könnt ihr euren Begleitern anweisen geben und besondere Angriffe ausführen.

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Das Kampfsystem lässt euch die Kontrolle über alle vier Spielfiguren erlangen.

Die Grafik in Final Fantasy XV ist ein zweischneidiges Schwert: während die Zwischensequenzen zu den wahrscheinlich grafisch Besten gehören, die man bisher auf Konsolen gesehen hat, so ist die Technik der eigentlichen Spielwelt eher ernüchternd. Gerade die Texturen wirken auf den auf der Gamescom zur Verfügung stehenden 27 Zoll-Monitoren recht unscharf. Im direkten Vergleich sieht man den Unterschied zwischen der Playstation 4- und Xbox One-Version deutlich. Die Auflösung der Xbox-Fassung kommt nicht an die der Konkurrenz heran und auch die Farben wirken auf der Playstation 4 satter. Leider haben wir keine Informationen zum Stand der spielbaren Demo bekommen, sodass wir davon ausgehen können, dass sich bis zum Release noch einiges verändern wird.

Apropos Release: nachdem die Spieler nun rund zehn Jahre auf Final Fantasy XV warten und bisher davon ausgegangen sind, dass der Erscheinungstermin für den 30.09.2016 definitiv feststeht, so wurde dieser um zwei weitere Monate auf den 29. November verschoben. Diese Meldung wurde scheinbar sehr kurzfristig herausgegeben, da ein Großteil der Plakate und Merchandise-Artikel noch mit dem falschen Datum versehen waren.

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Ihr bekommt es in Final Fantasy nicht nur mit kleinen Gegnern zu tun.

Abschließend können wir nur sagen, dass wir ziemlich angetan von Final Fantasy XV sind. Die 45 Minuten Spielzeit haben bei weitem nicht gereicht, um sich ein genaues Bild vom Spiel machen zu können. Über die technischen Mängel können wir hinwegsehen, da uns die glaubwürdige Spielwelt und der hervorragende Soundtrack ziemlich an den Bildschirm gefesselt haben. Final Fantasy XV erfindet das Rad nicht neu, aber Fans von Rollenspielen werden mit Sicherheit wissen, was ihnen an der Serie liegt und sich den Termin im Kalender anstreichen.

 

 

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