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Fallout 76 ohne Steam – Hinter den Kulissen

Diese Nachricht schlug in den vergangenen Tagen heftig ein und auch wir sind über diese News etwas verwundert. Den neusten Titel der Fallout-Serie wird es nicht mehr bei Steam geben, sondern nur noch via der Seite des Herstellers. Genaueres weiß man dazu nicht, ich versuche in diesem Artikel ein wenig hinter diesen Move von Bethesda zu schauen!

Es geistert nun seit wenigen Tagen durch die Spiele-Presse und die Ankündigung von Bethesda für „Fallout 76“ der bekannten Spieleplattform Steam den Rücken zu kehren lässt die Fans und auch uns ein wenig ratlos zurück.

Wie wird Fallout künftig vertrieben

Eine offizielle Mitteilung gab es zu der Steam-Geschichte noch nicht. Lediglich eine Mail an einen Mitarbeiter eines US-Spielemagazines soll eine Bestätigung von Bethesda enthalten.  Was aber sicher ist, da man das Dingen schon laden kann ist, dass die Spieleschmiede einen eigenen Launcher gebaut hat. Ähnlich wie bei Origin oder Battle.net sollen künftig darüber alle Titel des Softwarehauses vertrieben und verteilt werden.

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Ein Trend den ich persönlich nicht besonders gut finde, denn ich habe gerne alle meine Spiele in einer Plattform und genau das ist es auch, was Steam bisher ausgezeichnet hat. Aber es gibt natürlich auch eine Schattenseite dieser Medaille und genau der möchte man im Hause Bethesda wohl aus dem weg gehen.

Warum ohne Steam

Steam hat einen großen Vorteil für Publisher. Die Plattform von Valve ist über die Jahre hinweg zu einer der größten Überhaupt geworden und so erreicht man durch sie ein sehr breites Publikum. Dazu kommt, dass Steam seine Technik über die Zeit auch so verbessert hat, dass das System recht Stabil und schnell läuft. Durch die Masse an Nutzern hat sich Valve so eine recht stabile Kundenbasis erarbeitet und diese Kundenbasis lehnt es nachvollziehbarer Weise meistens ab Spiele außerhalb ihrer bevorzugten Plattform zu kaufen. Warum geht man bei Bethesda nun also diesen Weg?

Dieser Weg wird kein leichter sein, so viel steht schon mal fest und man kann es auch in den Einschlägigen Communities lesen, dass die Nutzer nicht besonders happy mit dieser Entscheidung sind. Aber, es geht natürlich ums Geld. Valve behält 30 Prozent der Einnahmen. Schaut man sich einmal an was es kostet so ein Spiel zu erschaffen (bei Skyrim betrugen die Kosten 90 Millionen USD, bei Fallout 4 hält sich Bethesda mit Informationen zurück) und schaut man sich an, was so ein Spiel mittlerweile kostet, braucht man kein Mathe-Genie zu sein um darauf zu kommen, dass diese 30% Abgabe im Budget richtig weh tun können. Außerdem möchte man natürlich Kunden stärker an sich binden und so lockt die Schmiede mit dem Zugang zur B.E.T.A. – Version als Vorbesteller-Goodie.

Es scheint sich also ein Trend abzuzeichnen. Immer mehr Spielestudios gehen weg von größeren Publishern hin zu eigener Vermarktung auch auf die Gefahr hin kunden zu verlieren. Das jüngste Beispiel dazu ist Fortnite. Der Entwickler des Battle-Royal Titels hat unlängst eine Android-Version des Spiels angekündigt, diese wird aber abseits des Google Play Stores vertrieben.

Eine Frage bleibt

Es bleibt die Frage ob künftig überhaupt noch herstellerübergreifende Online-Spieleplattformen wie Steam eine große Zukunft haben. Sicher, für kleine Studios ohne die Möglichkeit eigene Launcher oder große Promotion-Kampagnen für ihre Titel einzusetzen bleibt nahezu kein anderer Weg. Die großen Studios jedoch werden über kurz oder lang den Weg über eigene Launcher gehen und damit potentielle Kunden wie mich verlieren. Ich habe mit Origin und Steam schon einen zu viel.

Außerdem fürchte ich natürlich, dass es eben nicht nur bei Fallout so sein wird. Die von mir seit „Morrowind“ so heiß verehrte Elder Scrolls-Reihe dürfte einen ähnlichen Weg gehen. Auch diesen werde ich für meinen Teil nicht mitgehen. Wie sieht das bei euch aus?

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