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Fallout 76 - Was wir wissen, was wir wollen

Fallout 76. Bethesda knallt uns hier etwas um die Ohren, das uns aufhorchen lässt und Bock auf mehr macht. Was können wir von Fallout 76 erwarten? Worauf können wir hoffen? Und was hätten wir gerne?

Heilige Banane, der Release Trailer von Fallout 76 ist so dermaßen an mir vorbei gegangen, dass ich mich fast schäme. Dabei bin ich einer der größten Fallout Fanboys überhaupt. Da ihr Kommentare wie meinen letzten zum Release von Battlefield V richtig zu mögen scheint, hau ich euch hier mal meine Gedanken zum neuen Titel der Bethesda Spieleserie in die Tasten

Damit wir aber den Trailer und die Analyse dessen, was uns Bethesda da vor der E3 so auf den Tisch geklatscht haben, richtig einordnen können, sollten wir uns erneut der Geschichte dieser Serie widmen. Für mich persönlich beginnt die Serie eigentlich erst mit dem Release von Fallout 3 im Jahr 2008, denn mit diesem Titel erhielt die Serie erst seinen Charakter. Zumindest wenn es vor allem um Atmosphäre und Gameplay geht, wie man das  so von Bethesda-Titeln kennt. Ich denke, auch für die richtige Einordnung des neuen Teils „Fallout 76“ ist es am besten bei Fallout 3 zu starten und sich anzuschauen, was den Hype, den Reiz und die Faszination der Fallout-Serie ausmacht.

Fallout 3 – ein Rückblick

Fragt man mich persönlich, so ist Fallout 3 mein Spiel des Jahrhunderts. Kein anderes Spiel hat mich so viel Lebenszeit gekostet, kein anderes Spiel habe ich so oft erneut gespielt und immer wieder angerührt. Warum das so ist?

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Ganz einfach. Der Erfolg und der Reiz dieses Spiels begründet sich für mich auf drei Säulen. Zum einen wäre da das Setting. Eine Zukunft in einer Welt, in der selbstverliebte Führer diverser Länder recht unüberlegt auf große, rote Knöpfe gedrückt und die Welt wie wir sie kennen dazu verdammt haben, eine radioaktive Einöde zu sein in der das Überleben nur mit viel Feuerkraft und ein wenig Raffinesse möglich ist. Besieht man sich die aktuelle Weltpolitik und auch die damalige, erscheint dieses Szenario nicht allzuweit, oder?

Die zweite, aber in meinen Augen wichtigste Säule ist die Atmosphäre des Spiels und der Kontrast aus dem Zukunftszenario und dem ganzen alten Kram aus den fünfzigern, den Bethesda in ihr Spiel gewoben haben. Es gibt kaum etwas geileres als luxuriöse, unterirdische Anlagen voller fieser Kreaturen zu durchstreifen. Die Minigun im Anschlag zu haben und dabei über den Pip-Boy am Arm Rock’n Roll der 50er zu hören. Zumindest für mich. Bethesda hat hier so viel liebe zum Detail bewiesen, sich tolle Städte, abwechslungsreiche Quests und eine richtig schöne Story einfallen lassen, dass dieses Spiel für mich eine Offenbarung war.

Was mich zu Säule drei führt, der Storyline. In Fallout 3 hatte man als Spieler die Möglichkeit zu tun und zu lassen was man wollte. Zu gehen wohin man wollte. Drölfmillionen Side-Quests oder den Main-Quest zu spielen. Oder sich einfach den Weg durchs Ödland zu ballern. Als Scavenger alte Vaults nach Goodies durchsuchen? Do it! Als armes, verlassenes Kind den Papa suchen und sich den Weg durch riesige Supermutanten zu Nuken? Well, just do it!

Diese drei Elemente sorgen noch heute bei mir für hohen Unterhaltungswert. Fallout New Vegas konnte bei mir daher auch nur bedingt Punkten, denn diese ganze Cowboy-Römer-Outlaw Fraktionen haben mir den Spaß an diesem Titel genommen. Die Stimmung war bei weitem nicht so gut abgestimmt wie im Vorgänger.

Dennoch konnte ich auch New Vegas einiges abgewinnen und habe es wiederholt bis zum Ende gespielt. Ein absoluter Flop für mich war Fallout 4. So gehyped ich noch bei der Vorstellung des Titels war, mit seinen tollen Veränderungen wie der Waffenanpassbarkeit, dem Bausystem und dem neuen Interaktionssystem, so wenig bin ich mit dem titel warm geworden als ich Bethesda endlich mein Geld geben und zocken konnte. Fallout 4 war für mich ein absoluter Stimmungstot und da ich eben auch nicht der Typ Gamer bin, der wie in Minecraft stundenlang irgendwelche Hütten zusammenklöppeln möchte, hatte ich mit Fallout 4 fast schon die Begeisterung für die gesamte Serie verloren.

Aber Bethesda wäre eben nicht Bethesda wenn sie es nicht verstünden ihre Community für einen Titel zu begeistern und das führt mich direkt zum Trailer des neuen Teils „Fallout 76“.

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Vault 76

Der neue Teil soll sich also um die Bewohner der Vault 76 drehen, auf welche man sowohl in Fallout 3 als auch in Fallout 4 ein paar vage Hinweise finden kann, wenn man denn gezielt danach sucht. Doch bevor wir in das Lesen der Glaskugel und meine persönliche Wunschliste einsteigen, schauen wir uns doch das Dingen gemeinsam noch einmal an. Licht aus, Popcorn her, Spot an!

Was sofort auffällt, ist die atemberaubende Grafik und der „gute alte Fallout 3 Look“ in einem neuen Kleid. Die Stimmung des Trailers hat mich sofort erfasst und Elemente wie „Mr. Bojangles“ (der Affe im Raumanzug auf dem Bett), der alte Pip-Boy und die gute alte Vault-Uniform haben mich zurück zu meinem Lieblingsteil katapultiert und die Erwartung für diesen neuen Titel erheblich gesteigert.

Ich habe mir direkt eine schöne Neuauflage des dritten Teils gewünscht und gehofft, das Bethesda sich hier den Oldie nochmal vorgeknöpft, die Storyline konsequent weitergeführt oder eine neue erschaffen hat, die einen in das alte Spielgefühl zurück führt. Gerne auch als Prequel zu den anderen Teilen, wie vielerorts vermutet wird. Da lasse ich mich gerne überraschen. Der Trailer lässt vermuten, dass die Menschen aus Vault 76 eventuell den Auftrag haben, die Gesellschaft wieder aufzubauen und sich die radioaktiv verseuchte Erde zurückzuholen. Mehr dürfte Spekulation sein.

Gerüchte, Ängste, Hoffnungen

Wie es bei solchen Trailern nun mal ist, schießen die Spekulationen im Netz ins Kraut und besonders eine hat bei mir für Aufsehen gesorgt. So soll nach Insiderinformationen das Spiel als „Online Survival RPG“ angelegt worden sein und hätte sich über die Jahre der Entwicklung davon ein wenig wegbewegt um ein nie dagewesenes und neues Fallout-Erlebnis zu erschaffen. Als ich das las, stiegen in mir einige Befürchtungen auf.

Zum einen ist für mich die Fallout-Serie ein reines Singleplayer-Vergnügen und steht dementsprechend Spielen wie Battlefield genau entgegen. Es bleibt also abzuwarten wie und bis zu welchem Grad man bei Bethesda diesen Onlinegedanken ins Spiel verwoben hat. Ich könnte damit Leben, dass es zum Beispiel ein Online-Inventartauschsystem oder hier und da eine Coop-Quest gibt. Was mir zum anderen aber quer im Magen liegt ist die Angst vor „zu viel“ Online und einer Abänderung des Spiels in Richtung Destiny oder WoW.

Bekannt ist bereits, dass das Bausystem aus Fallout 4 ebenfalls wieder mit an Bord sein wird und auch hier habe ich bedenken. Was in Fallout 4 als die große Neuerung gefeiert wurde hat bei mir zu viel Verdruss geführt, denn das ganze Bauen und klöppeln ist nicht besonders lange spannend für mich gewesen. Je nach Implementierung könnte es natürlich ein gutes Spielelement werden, aber es bleibt abzuwarten was Bethesda sich hier überlegt hat und ich bin vorsichtig pessimistisch.

Zu bestimmten Spielfiguren wie etwa Dogmeat oder Mister Handy und ähnlichen gestalten findet man ebenso wenig Information wie zum generellen Gameplay, Waffen, Mods, Power Armors und so weiter. Ich hoffe das man Fallout zurück in seinen Ursprung führt, in Spieltiefe, Stimmung und Witz, garniert mit neuen Waffen, Anpassungen und dem Charme den man von den vorherigen Titeln kennt. Einem „Fallout-Online“ könnte ich selbst wohl eher wenig abgewinnen.

Wie seht ihr das? Schreibt Eure Meinung gern in die Kommentare!

 

2 Kommentare zu “Fallout 76 - Was wir wissen, was wir wollen”

  1. Meine Theorie/Wunsch, so es denn eine Multiplayer Komponente haben muss: Spieler A kauft sich Fallout 76 und kann X Mitspieler einladen, die das Spiel nicht haben müssen und alle zusammen bauen eine Siedlung. (Ähnliches Lizenzmodell wie bei StarCraft damals)

    Spieler A hat dann im Zuge der „Singleplayer Campagne“ die Möglichkeit den einen oder anderen Spieler mit auf Missionen zu nehmen. Oder eben nicht.

    Aber bitte, BITTE, kein PvP. Dann bin ich raus.

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