Dawn of War 3 - Rückkehr eines Giganten

2017 ist das Jahr der RTS Spiele. Neben Halo Wars 2 erscheint auch Dawn of War 3. Wir haben das Spiel im Multiplayer für euch getestet.

Nach mittlerweile 13 Jahren erscheint am 27 April 2017 ein neuer Teil der Dawn of War Saga für den PC. Wir wurden Von Kochmedia nach London eingeladen den neuen Warhammer Teil im Multiplayer exklusiv für Euch zu testen. Wie sich das Game spielt und was Euch erwartet erfahrt Ihr jetzt:

Für die Imperiale Armee 

In Dawn of War 3 wird sich für die Singleplayer unter Euch einiges verändern. Wie es in den Vorgängern oder in bereits existierenden Games des gleichen Genres üblich ist, könnt Ihr die unterschiedlichen Geschichten der Fraktionen selbstverständlich nach Lust und Laune erleben. Wer sich dazu entscheidet das Spiel auf „Leicht“ zu starten, mitten drin dann doch merkt, dass es keine Herausforderung darstellt, hat während des Spiels die Option den Schwierigkeitsgrad anzupassen. Desweiteren ist es Euch möglich die Kampagne nicht nur als Orks, Eldar oder Space Marines zu bestreiten, sondern auch in der fortlaufenden Gesichte die Fraktionen zu wechseln. Eine genaue Spielzeit wurde nicht bekannt gegeben, doch durch die Vielfalt der Missionen bekommt Ihr mehr als 20 Aufträge. Auf der Gamescom 2017 hatten wir die Chance einen ersten Einblick in die Singleplayer Kampagne zu erhalten. Die dort spielbare Mission war nach ca 45 Minuten Spielzeit nicht vorbei. Das lässt auf lange Nächte und viel Story hoffen.  Nicht nur für Geschichten Liebhaber wird viel geboten, sondern auch die Erfolgsjäger werden voll auf ihre Kosten kommen. Laut Entwickler wird es mehr als 100 Erfolge in Steam zu erspielen geben.

Epische Multiplayer Schlachten

Neben dem sehr umfangreichen Singleplayer, wird es sich in Dawn of War 3 auch wieder viel um den Multiplayer drehen. Anders als im ersten oder zweiten Teil, gibt es nur drei Fraktionen zur Auswahl. Die Space Marines, die Eldar und die Orks. Doch Volk ist nicht gleich Volk. Eines haben die Fraktionen aber gemeinsam: Um möglichst große Einheiten zu erschaffen, benötigt Ihr „Tier Stufe 3“ des Haupthauses. Bei den Eldar und den Space Marines ist es recht einfach die einzelnen Stufen zu erreichen. So wird das Hauptgebäude einfach aufgewertet und damit die entsprechende Stufe erreicht. Die Orks wiederum müssen wie erwartet aus der Reihe tanzen. Um bei diesem Volk auf die letzte Stufe zu gelangen, benötigt Ihr die sogenannten WAHHRGGGG-Türme. Es werden ganze 5 Stück benötigt. Die Türme dienen nicht nur zum Aufstieg des Tier-Levels, sondern auch zur Schrott Produktion. Das ist neu in Dawn of War 3. Jedes Volk bringt eine fraktionsbedingte Neuheit mit sich. Bei den Orks ist es der Schrott. Dieser kann von den Türmen oder Gegnern, welche zerstört wurden, eingesammelt werden und dient zur Einheitenverbesserung. So werden aus leicht bekleideten Einheiten, schwer gepanzerte Soldaten. Anders sieht es bei den Eldar aus, dieses Volk ist ein Meister des Tarnens und der Schilde. Es ist möglich die eigenen Truppen in eine Schutzkuppel zu stellen und die Verbündeten dadurch zu schützen. Durch den Tarn Modus ist es optional den Gegner aus dem Hinterhalt zu flankieren. Wer auf offensiven Kampf steht, ist bei den Space Marines genau richtig. Schon von Beginn an sind diese in der Lage ihre Truppen, mit Hilfe spezieller Raumkapseln, an einen beliebigen Ort zu bringen. So kann aus einem Gefecht gegen ein oder zwei Truppen der Marines schnell ein ganzes Heer werden das Euch gegenüber steht.

Alle Auswahl ist schwer..

Anders als im zweiten Teil besteht nun wieder die Möglichkeit, sich mit einer umfangreichen Basis auf die Schlacht vorzubereiten. Doch nicht nur das Basen bauen und Einheiten produzieren wird wichtig sein im Multiplayer, sondern auch die Auswahl eurer Helden. Am Anfang jedes Spieles steht Ihr vor der Entscheidung, welcher der drei Helden Euch in der Schlacht begleiten soll. Die Auswahl sollte mit Bedacht getroffen werden. Es kann sein das Ihr auf eine Horde Ork´s trefft, dessen Anführer ein mächtiger Supporter ist und das gegnerische Heer permanent am leben hält. In diesem Falle ist ein Held mit Sprung Fähigkeiten oder gar viel Flächenschaden genau das Richtige. Neben den Heldenfähigkeiten wie Heilen, Boden-hämmern oder Springen besitzt jeder Held eine passive Fähigkeit. Neben den passiven Effekten kann auf Level 3 des jeweiligen Helden eine weitere Fähigkeit freigespielt werden. Diese ist von Champion zu Champion unterschiedlich. Nicht nur die Wahl des Helden ist wichtig, Ihr solltet auch ein Auge auf die Kosten haben, die auf Euch zukommen.

Ist der Held erstmal gewählt habt Ihr nun die zweite Qual der Wahl: Die richtige Einheitenverbesserung! Ihr könnt zum Beispiel mit unterschiedlichen Space Marines Euer Feuer auf Gegnergruppen konzentrieren. Mit den Orkfahrzeugen ist es möglich die eigenen Truppen zu transportieren. Diese speziellen Fähigkeiten können vor dem Spiel verbessert werden. Es ist dem Orktransporter beispielsweise gestattet die Einheiten zu Katapultieren. Außerdem wird die Nachladezeit der zugehörigen Truppen verkürzt. Doch Vorsicht! Nicht alle Einheiten bekommen eine Verbesserung. Ihr müsst euch vor dem Spielstart entscheiden welche Einheit eine „Typenanpassung“ bekommt.

Wir brauchen mehr… was eigentlich?

Für eingefleischte RTS Spieler hat alles seinen üblichen Verlauf. Arbeiter bauen, Ressourcen abernten und Basis + Armee auf Vordermann bringen. Beim ersten Blick fällt recht schnell auf, dass es keine Abbaugebiete nahe der Basis gibt. Wo kommen die Ressourcen dann her? Bei der benötigten Währung um Gebäude, Einheiten und den Helden zu kaufen gibt es gewaltige Unterschiede. So benötigt Ihr Strom und Kristalle zur Produktion von Häusern und euren Truppen. Diamanten zur Beschwörung des Helden. Für Kristalle und Strom ist schnell gesorgt. Auf der Karte befinden sich so genannte Vorposten die Ihr einnehmen könnt um die Produktion der Ressourcen zu ermöglichen. Sobald Ihr genügend gesammelt habt, könnt Ihr diese noch verbessern und sogar mit einem Wachturm beschützen. Doch da war doch was mit Diamanten? Richtig, diese Benötigt Ihr um euren Helden zu beschwören. Allerdings ist dieser Rohstoff eher selten und es dauert verhältnismäßig lange bis man einen Helden rufen kann. Allerdings werden Zerstörungen belohnt. So bekommt man pro getötetem Turm und Versorgungseinheiten einen Punkt. Sind die benötigten Diamanten dann vorhanden, kann man den Helden beschwören. Fällt der Held im Kampf, werden für einen schon beschworenen Champion keine weiteren Rohstoffe benötigt. Er bekommt einen Respawntimer und kann sobald die Zeit abgelaufen ist ganz normal erneut gerufen werden.

Schlachten um Schlachten

Wer sich auf stundenlange Schlachten einstellt wird allerdings etwas zurück gewiesen. Im Gegensatz zu anderen Spielen gehen die Schlachten recht zeitnah dem Ende entgegen. Im dritten Teil der Dawn of War Reihe gibt es kleine aber feine Unterschiede. So ist es den Spielern nicht möglich mit mehreren kleinen Truppen die Basis des Gegners aus dem Hinterhalt zu zerstören. Bevor der große Kampf um das Haupthaus losgeht müssen die Sicherheitsmaßnahmen; sogenannten Energiekerne; erst deaktiviert werden. Andernfalls bleibt das Ziel erst einmal unangreifbar. Es wird recht schnell klar dass sich, neben den Schlachten um die Ressourcen, alles um die Zerstörung der Energiekerne dreht. Spieler die sich nun darauf konzentrieren diese Knotenpunkte zu halten, werden im Laufe des Spiels schnell merken, dass der Andrang auf diese von Minute zu Minute mehr wird. Je länger das Spiel geht desto höher geht die sogenannte Eskalationsstufe. Diese verringert nicht nur Bauzeit und Kosten der Einheiten, sie lässt außerdem die beliebten Warhammer Schlachten in Fahrt kommen.

Diese neuen Funktionen lassen jedes Match egal ob alleine oder zu mehreren zu einem individuellen Spielerlebnis werden.

Spielzeit wird Belohnt

Wie schon angesprochen, habt Ihr neben den Standard-Einheiten noch die Möglichkeiten Eure Helden zu wählen. Doch wie bekommt man diese?
In Dawn of War 3 wird es eine Ingamewährung geben, welche es den Spielern ermöglicht Ihrer Fraktion neue Helden und Skins zu kaufen. Die sogenannten „Skulls“ sind ausschließlich im Spiel zu erhalten und nicht käuflich über einen Shop zu erwerben. Neben abgeschlossenen Multiplayer Matches, bekommt Ihr durch das Level der Helden bei erreichen der Stufe 2, 4 und 7, Bonus Skulls.

Jeder Held verfügt über 10 Level. Es werden unterschiedliche Eigenschaften bei jedem neuen Level freigeschaltet. Ihr bekommt Skulls, schaltet neue Farben für eure Armeen oder sogar den Master Skin frei.

Nicht nur um Multiplayer gewinnt euer Held an Erfahrung. Dadurch, dass Ihr die einzelnen Charaktere auch im Singleplayer spielen könnt, müsst Ihr in den Mehrspieler Gefechten nicht bei Null starten.

Kämpfen ist nicht alles

Neben den Single und Multiplayer Getümmel gibt es noch eine andere Art von Zeitvertreib. Der Army-Painter. Dieser ermöglicht es den Spielern ihre Truppen individuell zu gestalten. Ein weiterer schöner Fakt ist, dass der Modus sich farblich an der originalen Farbpalette des Tabletop Spiels orientiert. Um allerdings alle Farbvarianten freizuschalten ist es erforderlich, dass Eure Helden die 6. Stufe erreicht. Mit dieser wird pro Held ein neues Farbschema frei geschaltet.

 

Fazit:

Neben der großen Vielfalt, welche Dawn of War 3 bietet, wird recht schnell deutlich, dass alte Gewohnheiten und Micro-Management neu erfunden werden müssen. Eingefleischte RTS Spieler werden merken, dass es leider nicht möglich ist Orientierungspunkte auf der Karten zu setzen und diese dann durch Hotkeys schnell zu erreichen. Eine direkt Auswahl aller Armee Einheiten ist zwar vorhanden, lässt allerdings auch die Baueinheiten mit in den Krieg ziehen, was in diversen Situationen nicht unbedingt vorteilhaft ist.

Alles in allem erfüllt der dritte Teil einer fantastischen Spielreihe, genau das was die Fans erwarten. Epische Schlachten, Basen bauen und die Kontrolle über eure Lieblingshelden. Die unterschiedlichen Anpassungen der Truppen oder die individuelle Auswahl der Helden lässt jede Runde zu einem neuen Spielgefühl werden.

 

Ich freu mich auf den Release des Spiels und werde ab der ersten Minute Ingame dabei sein!

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