Das Schwarze Auge: Book of Heroes – Ein Blick auf den Entwicklungsstand

Das schwarze Auge: Book of Heroes

Spaßiges Dungeon-Crawlen mit Freunden verspricht Das schwarze Auge: Book of Heroes. Doch noch ist bis zum Release noch Einiges zu tun.

Diese Woche lud uns Wild River Games ein, einen Blick auf Das Schwarze Auge: Book of Heroes zu werfen, und das ließen wir uns natürlich nicht zweimal sagen. Ich habe mir das Game in seinem jetzigen Entwicklungsstatus einmal angesehen.

Aber um was geht es hier überhaupt? Das Schwarze Auge (DSA) ist ein Rollenspielsystem, das uns spannende Abenteuer in der Fantasy-Welt Aventurien erleben lässt. DSA hat eine lange Tradition; die erste Version erschien nämlich bereits 1984. Book of Heroes entsteht derzeit in enger Zusammenarbeit mit dem Rechteeinhaber, Ulisses Spiele, dessen Mitwirkung sicherstellen soll, dass das kommende Spiel auch den Ansprüchen der Rollenspiel-Fans genügt.

Das schwarze Auge: Book of Heroes

Das Schwarze Auge: Book of Heroes ist ein klassisches Rollenspiel, das aus isometrischer Sicht gespielt wird. Es setzt auf kurzweiliges, intensives Dungeon-Crawlen im Koop (bis zu fünf Spieler) mit prozedural generierten Karten. Solospiel mit KI-Kameraden ist aber natürlich auch möglich – und das reichhaltige Rollenspiel-Universum von DSA sorgt mit vielen von der Pen-&-Paper-Vorlage bekannten Figuren, Orten und Ereignissen für Abwechslung.

Ein engagiertes Entwicklungsprojekt

Die Idee zu Das Schwarze Auge: Book of Heroes entstand bereits vor zwei Jahren auf der gamescom. Hier stellte ein kleines finnisches Entwicklerstudio ein neues Spiel mit einem DnD-Ansatz vor. Schnell erkannte man damals das Potential, daraus einen neuen Teil für Das Schwarze Auge zu schnitzen.

Ein Jahr bastelte nun ein Entwicklerteam von 10 Leuten an diesem Teil, der nun mit großen Schritten seiner Fertigstellung entgegeneilt.

Das schwarze Auge: Book of Heroes

Bereits im April 2020 soll uns das Game zur Verfügung stehen, allerdings wird das noch eine große Herausforderung, denn nachdem, was ich aus der Präsentation und dem Gameplay mitnehmen konnte, muss noch an einigen Ecken gefeilt werden. Aber vielleicht sind meine Befürchtungen unbegründet, denn das Spiel sieht für die kurze Entwicklungszeit bereits überraschend gut aus.

Focus auf gemeinsames Dungeon-Crawlen

Wer auf eine Hintergrundstory hofft, ist bei Das Schwarze Auge: Book of Heroes falsch, denn es gibt keine. Das Spiel legt ganz klar den Fokus auf den Multiplayer und zeitlich überschaubare spaßige Runden mit anderen Spielern. Ziel ist es dabei, die verschiedenen Missionen gemeinsam anzugehen und dann beispielsweise einen Bossgegner zu erledigen, der am Ende einer Mission lauert, oder auch mal ein Rätsel zusammen zu lösen. Nach getaner Arbeit winken als Belohnung unterschiedliche Spielkarten, mit denen ich dann meinen Charakter aufleveln kann. Außerdem sammle ich eine Art Ingame-Währung, sogenannte Actionpunkte, die ich dann ebenfalls gegen allerlei Nützliches eintauschen kann.

Zwar erhalte ich am Anfang auch eine persönliche Quest, nach deren Abarbeitung bekomme ich aber keine weitere zugeteilt, was ich etwas schade finde. Aber vielleicht tut sich da bis zum Release ja noch was.

Insgesamt kann ich mir gleichzeitig bis zu 5 Charakter aus 4 verschiedenen Rassen, 12 Klassen, mit unterschiedlichen Berufen und Herkunft, zusammenstellen. Dabei werden die Skillwerte anfangs nicht verraten, um mich nicht in eine bestimmte Richtung zu beeinflussen. Wer aber experimentierfreudig ist, wird diese über kurz oder lang trotzdem verinnerlicht haben.

Das schwarze Auge: Book of Heroes

Zentraler Hub ist die Taverne Schwarzer Keiler. Hier kann ich mich mit dem Crafting-System austoben, neue Ausrüstung basteln, meinen Charakter aufleveln, Tränke zusammenbrauen oder notwendige Kleinigkeiten erwerben. Bin ich mal alleine ohne Freunde unterwegs, lassen sich hier unterschiedliche NPCs als Wegbegleiter anheuern.

Etwa 20 unterschiedliche Missionen sollen zum Release zur Verfügung stehen, die auch mehrfach gespielt werden können. Dabei werden die Spielumgebungen nicht nur immer wieder neu generiert, auch der Schwierigkeitsgrad steigt bei jedem Besuch an und soll neue Herausforderungen bieten. Will man alle Missionen wenigstens einmal durchspielen, so können, mit Einkaufen, Craften und Leveln, ca. 20 Spielstunden zusammenkommen. Diese Umfang ist auf jeden Fall schon ein großes Lob wert.

Zu leer, zu wenig Action

Bisher spielt sich Das Schwarze Auge: Book of Heroes speziell bei den Kämpfen für meinen Geschmack allerdings etwas zu schwerfällig. Das mag auch am Spielprinzip liegen, bei dem jeder Schlag und Gegenschlag ganz nach Pen&Paper-Manier erst einmal ausgewürfelt wird. Das war für mich jedenfalls etwas gewöhnungsbedürftig und dürfte auch andere Spieler, die sich im Pen&Paper-Umfeld nicht so gut auskennen, erst einmal etwas irritierend sein.

Die einzelnen Missionsumgebungen bieten eigentlich viel Abwechslung, denn Zwergenminen, Ruinen, Wälder und einiges mehr, sind hübsch gestaltet, aber trotzdem wirken sie in vielen Bereichen steril. Wenig Loot, wenig Interaktion mit NPCs und auch teilweise wenige oder ziemlich schwache Gegner enttäuschen hier etwas. Aber es wird am Spiel ja gerade noch geschraubt und gebastelt und ich hoffe, dass hier noch einiges an Potential ausgeschöpft wird.

Mein Fazit

Das Schwarze Auge: Book of Heroes verfolgt einen guten Ansatz, nämlich sich mit einer eingeschworenen Gemeinschaft von Freunden, eine kurze Runde durch eine Mission zu kloppen. Dennoch lässt das Spiel noch eine gewisse Dynamik vermissen und ist für meinen Geschmack noch zu wenig spannend und fesselnd, um länger zu motivieren.

Aber das Spiel ist ja noch einige Monate vom Release entfernt, deshalb bin ich guter Dinge, dass in dieser Richtung noch nachgebessert wird. Wir dürfen jedenfalls gespannt sein.

Der Release für Das Schwarze Auge: Book of Heroes ist für April 2020 zunächst nur digital für den PC (Steam) geplant. Der Preis steht noch nicht fest, es wird aber definitiv keine F2P-Variante werden.

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