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Anno 1800 - Die Open Beta angespielt – Unser Review

Kurz vor dem Release am 16.4 hat Ubisoft den Spielern die möglichkeit gegeben sich Anno 1800 in der Open Beta einmal genauer anzusehen. Dies haben wir gemacht und erzählen euch unsere Eindrücke

Endlich wieder Städte bauen, die Industrie antreiben und den vielen kleinen Einwohnern beim Wuseln zuschauen. Wenn man ehrlich ist, dreht sich doch bei Anno alles genau um dieses Thema. Vor inzwischen zwei Jahren kündigte Ubisoft auf der E3 einen neuen Teil ihrer beliebten Serie Anno an. Mit „Anno 1800“ geht es vom Mond wieder zurück in die älteren Jahre unserer Welt. Aus Sonden, die Gestein auf dem Mond abbauen, werden Minenarbeiter die mit ihren Loren in den Stollen gehen, um dort mühevoll das Eisen für die Industrie zu fördern. Doch was macht das Anno aus? Wir haben uns die Open Beta mehr als 15 Stunden lang angeschaut und verraten euch unseren Eindruck

Bauen Sie ihr eigenes Vogelhaus

Naja, ganz so banal ist es nun wirklich nicht. Wie in den anderen Annoteilen geht’s auch im Jahe 1800 darum, die passende Insel zu finden, schauen ob die besten Rohstoffe vorhanden sind und vor allem, dass sich in unmittelbarer Nähe weitere Inseln mit Rohstoffen befinden, die es nicht bei uns gibt. Man muss direkt zum Start sagen, wir haben uns das Spiel zu Viert in einer Multiplayer-Runde angeguckt und dementsprechend waren die Inseln, die man haben wollte, recht schnell weg.

Nun weiter, der Kontor steht, die ersten Häuser inklusive Marktplatz wurden gebaut, Bretter werden hergestellt, quasi alles wie immer. Da schreien die Dorfbewohner schon nach den ersten Luxusgütern. Doch halt, was war das? „Herzlichen Glückwunsch du besitzt ein Dorf“. Ja Spiel, genau das habe ich angestrebt … kurz darauf … neue Gebäude verfügbar.

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Wer sich die Zeit genommen hat, das HUD genau zu betrachten, sieht dass es nun viele neue Icons gibt! So ist es in Anno 1800 nicht nur wichtig, eine funktionierende Wirtschaft am laufend zu haben, sondern auch den Bewohnern etwas zu bieten. Da kommen wir auf den Punkt: Stadtattraktivität.

Wenn man ehrlich ist, macht es eigentlich jeder. Einen Markt bauen, Straßen drum herum ziehen und versuchen die Häuser in einer perfekten Struktur um den Marktplatz aufzustellen. Das ist eigentlich kein schlechter Plan, wäre da nicht die Stadtattrakivität. Diese sorgt im Laufe des Spieles dafür, ob ihr Besucher in eure Stadt bekommt oder nicht! Hä? Besucher? Ja, richtig. Denn euer Einkommen richtet sich nicht nur nach den Einwohnern der Stadt, zu denen wir später noch mehr sagen, sondern auch, ob ihr in eurer Stadt etwas zu Bieten habt. Sprich, jeder der nur darauf aus ist die Stadt aufzubauen, um so schnell wie möglich fertig zu werden, hat es in Anno 1800 doch recht schwer mit dem Vermögen. In den 15 Stunden ging die Bilanz von -1500 Gold auf +5500 Gold und das immer wieder hoch und runter. Daher ist es wichtig, in eurer Stadt Besucher zu haben, die viel Geld dalassen, sonst war’s das recht schnell mit der Trauminsel. Doch wie bekomme ich nun meine Heimat schön?

Mehr Kultur braucht das Land!

Mehr Kultur braucht das Volk. Das ist auch in Anno wichtig. So ist einer der wichtigen Aspekte im kommenden Teil, dass ihr dafür sorgt, Bäume, Hecken, schöne Straßen oder sogar ’ne Allee auf der Insel zu haben. Mit jeder Bevölkerungsstufe gibt es neue Arten von Möglichkeiten, eure Stadt schöner werden zu lassen. Die Bauern sind da noch genügsam: Ein paar Bäume hier, bisschen Wiese da und hier kann noch ein Blumenbeet hin?! Die Handwerker haben es schon etwas gemütlicher. Zwischen dem ganzen Gestrüpp kann auch mal ’ne Bank stehen oder ein alter Brunnen. Soweit so gut, wären da nicht die Handwerker. Die bringen Ornamente mit, Zeitungsständer und halt, was ist das?? Ein Zoo?? Ein Museum?? Was? Ja richtig. Zwei der neuen Gebäude sind einmal der Zoo und einmal ein Museum. Beide Häuser müsst ihr mit Tieren oder seltenen Artefakten füllen die ihr auf euren Schiffsmissionen entdeckt. Schiffsmissionen? Was ist das schon wieder? Dazu später mehr!
Bringt also eurer Boot einen Tiger oder eine seltene Münze mit, könnt ihr beides in den jeweiligen Gebäuden ausstellen und gewinnt so an Attraktivität.

Das Museum mit diversen Hecken teilen

Recht schnell wird also klar, auch in diesem Teil sollte Stadt und Industrie weit von einander weg sein. Denn die Bürger sind recht schnell von euren Industrie sowie Lärm abgeneigt und finden eure Stadt dementsprechend nicht mehr schön. Ihr müsst euren Besuchern dementsprechend etwas bieten, baut also nicht nur klobige Neubaugebiete sondern auch vielleicht mal einen Park mit einem Brunnen und einer Bank.

Zoo mit diversen Tieren

Mir selber ist es passiert, dass ich im Laufe des Spiels meine Stadt komplett umgebaut habe, mehr Grünflächen angelegt habe und eigentlich mehr damit beschäftigt war, meine Stadt zu verschönern als mich um die Wirtschaft zu kommen. Apropos Wirtschaft, kommen wir doch mal dazu.

Arbeit Arbeit

Wir brauchen mehr Depots … nee, Moment falsches Spiel, dennoch so ähnlich. Eure Leute haben Bedürfnisse die auch in diesem Teil befriedigt werden müssen. Neben Schnaps, Arbeitskleidung und Brot kommen im Laufe des Spiels unterschiedliche Dinge hinzu die, alle abgebaut, abgepflanzt oder aus den Bergen eurer Welt geholt werden müssen. Das braucht viel Platz und sobald ihr an den Punkt kommt, an dem ihre ich fragt „Hä? Wo bekomme ich den „Pelz“ her?“, wird das Spiel sehr spannend.

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Wie in den Vorgängerteilen müsst ihr auch hier wieder in anderen Ländern eine zweite Stadt auf unerforschten Inseln aufbauen um den Ansprüchen eure Bewohner gerecht zu werden.

Leider ist es nicht ganz so einfach wie bei den Vorgängern. Um eine eine neue Welt zu finden braucht ihr erstmal „Handwerker“ in eurem kleinen aber feinen Zuhause. Diese schalten euch die Option Schiffswerft frei, womit ihr eurer eigenen Boote bauen könnt. Doch bis dahin ist es ein harter und langer Weg. Kanonen werden benötigt, Segeltücher müssen gewebt werden und ihr braucht Holz. Viel Holz. Dementsprechend braucht ihr viele Leute aus den diversen Schichten. So könnt ihr nicht einfach sagen, ich brauch die dummen Bauern nicht mehr, ich hab ja Handwerker nun. Nein im Gegenteil, ihr braucht immer eine gewissen Anzahl von Bürgern oder Arbeitern damit ihr die anderen Betriebe wie das Sägewerk oder das Schlachthaus in Betrieb halten könnt. Also ein Mitbewohner-Management ist hier eine große Herausforderung.

Auf ins Unbekannte

Hat man alles unter Kontrolle, das Bier schmeckt, das Brot ist frisch und keine Krankheit oder Feuer zerstört eure Stadt, kann man sich um eine der Neuheiten kümmern. Die Expeditionen! Aber was genau ist das? Nun sobald ihr einen Hafen habt, in dem ihr Schiffe bauen könnt, solltet das schnell passieren. Denn diese werden für die Erkundung benötigt. Ist der erste Kutter im Wasser, kommt direkt eine Meldung „Expedition verfügbar“. Diese schickt euch auf die Reise ins Unbekannte. Nur durch diese habt ihr aber die Chance eine neue Welt zu erforschen, Tiere zu entdecken oder Ausgrabungsstätten zu erschaffen, damit eurer Museum mit Ausstellungsstücken gefüllt werden kann. Hat man einmal die „Neue Welt“ gefunden, unterscheiden sich in der Beta die Aufträge nur noch zwischen Rettungseinsatz und Tier-Expeditionen. Wie es damit weiter geht, sehen wir dann am 16.4.2019.

So weit, so gut, doch einfach seinen Kahn losschippern zu lassen geht natürlich nicht. Jedes Boot verfügt über eine Moral, die gestärkt werden sollte bevor es auf hohe See geht. So benötigt ihr Nahrung und Luxusgüter, die ihr mit auf die Reise schickt, um diese ggf. zu Handeln oder als Zoll-Bestechung zu nutzen. Durch die verschiedenen Eigenschaften der Schiffe habt ihr auch unterschiedliche Möglichkeiten, wie ihr eure Missionen gestaltet. So bekommt man im Laufe der Zeit eine Benachrichtigung, dass etwas mit eurem Schiff passiert ist. Nun müsst ihr entscheiden wie es weiter geht, hackt ihr einem Kraken den Arm ab oder versucht ihr drumherum zu fahren?! Egal was ihr vorhabt, ohne Entscheidung geht es nicht weiter. Nach einigen Tagen auf der See ist es endlich soweit. Die neue Welt wurde gefunden. Doch ihr seid nicht alleine. Kaum angekommen schenkt man euch ein Boot mit Ressourcen, um eine neue Siedlung aufzubauen. Allerdings habt ihr hier andere herstellbare Gütern die ihr, wie erwähnt, auf eure Hauptinsel benötigt. Also geht das Spiel von vorne los. Neue Insel aufbauen, die Bedürfnisse stillen, quasi alles auf Anfang. Doch es lohnt sich, denn mit den neuen Gütern kommt ihr auf eurer Hauptinsel weiter und weiter und bekommt so die nächste Stufe der Bewohner.

Na gut, klingt alles nach Anno. War’s das?!

Ganz klar: Nein! Es gibt überall was zu sehen, was zu erleben und was zu beachten. So kommt in unbestimmten Zeiten eine Zeitung heraus, die eurer Volk liest und dementsprechend verärgert oder froh ist. Diese könnt ihr beeinflussen, indem ihr Punkte investiert, damit die Redakteure keinen Mist schreiben. Doch das ist nicht alles. Ab und an gibt es ein Fest wie das Erntedankfest oder den Karneval. „Eine Krankheit wütet auf eurer Insel“ und ihr habt keinen Arzt ausgebildet? … naja, langweilig wird es jedenfalls nicht. Hätte das Spiel bei 6, 8 und 10 Stunden nicht gesagt „Hey, Ihr spielt schon ziemlich lange“, hätte ich das überhaupt nicht mitbekommen, dass ich so lange in das Game vertieft war. Durch die unglaublich gute Grafik macht es einfach nur Spaß, durch eure Stadt zu zoomen und zu schauen was es so gibt. Huch? Ein Stern ?! Was macht er? Jaaa … Es gibt Aufträge von euren Bürgern. Macht hier ein Foto, fangt dort Krokodile oder findet eine Person X, die euch auf der Suche quasi quer durch eurer Stadt schickt und und ihr so automatisch in den Genuss der Grafik kommt.

Viele Kleinigkeiten machen das Spiel einfach nur unglaublich schön. Egal ob es ein wütender Mob ist, der mit Streikschildern durch die Straßen marschiert, oder eure Stahlwerke, die einen schwarzen Dunst über sich ziehen. Es gibt überall was zu gucken und zu erleben. Ein sehr, sehr schöner Punkt für Anno 1800

Viel Gerede wenig Sinn

Kuchen hat wenig Vitamine, daher muss man viel essen. Solltest du dich jetzt Fragen „Ey was? Warum schreibt der Spinner das?“, nun, dann hast du dir bis hier hin alles durchgelesen, vielen Dank dafür!

Kommen wir mal zu meinem Fazit. Ich habe viel Anno in den letzten Jahren gespielt. Mein Fokus liegt allerdings auf dem Muliplayer, einer der Gründe, warum ich 2205 nicht einmal angemacht habe. Wie auch in den anderen Teilen habe ich mich direkt ins MP Abenteuer gestürzt und bin sehr, sehr begeistert. Das Game läuft sauber, der Spielspaß ist gewaltig und es gibt eigentlich so erstmal nix am Game auszusetzen. In unserem Savegame kann man vier unterschiedliche Spielweisen sehen. Mich, der versucht alles aufzubauen und schaut ob man alles optimieren kann. Dann derjenige, der das Game verkackt, indem er keine Straßen baut, dadurch alle Gebäude verliert und alle Bewohner weg sind, sich dennoch fängt und eine „Royal Navy“ gründet um Piraten zu jagen. Dann den Expeditions-Junkie der neue Tiere und Artefakte finden will und den Architekten, der seine Stadt mit Alleen, Bäumen, Straßen und Co. verschönert. Eigentlich ist für jeden Spielstil etwas dabei. Alles in allem bin ich sehr sehr positiv vom Game überrascht. Auch wenn man in der Open Beta nur bis zur dritten Bevölkerungsstufe spielen kann, hat es mich durch und durch gefesselt und überzeugt.

Jeder Fan von der Serie kann sich das Spiel ohne ein schlechtes Gewissen kaufen.

Anno 1800 erscheint am 16.04.2019 bei Uplay und beim Epic Store. Steam hat keine Verkaufsrechte.

2 Kommentare zu “Anno 1800 - Die Open Beta angespielt – Unser Review”

  1. Als alter Annojaner bin ich froh wieder zurück zuhause zu sein, im PC Anno, in der Historie…SiFi ist nicht des Anno Ding!!!
    Schön ist 1800 geworden, schön und aufwendiger, breiter…es dauert gefühlte Stunden bis ein Schiff aus der neuen Welt in die alte kommt. Es gibt sehr viel zu tun um eine stabile Wirtschaft aufzubauen und zu watchen….Dieses Anno ist der grosse Wurf 2019!!! und die Beta…1x Absturz nach der Kampagne die ich kurz nach 07:00 am Freitag morgen fertig hatte:) Ja, man vergisst die Zeit, so wie es bei Anno sein sollte..kaum angefangen kommt der Kommentar: schon 2h gespielt,zeit für Kaffee:) vciel neues in Anno gab es zu entdecken. ich kam gut vorwärts weil ich mir Zeit nahm…das Geheimnis in Anno…wer denkt in 5 minuten alles gebaut zu haben scheitert….Prozesse müssen sich einpendeln. Bewohner einziehen…alle Parameter im Blick!

    ich würde sogar sagen das Anno 1800 als Lehrmittel in die Schulen gehört. Man lernt logistisches Denken und Disponieren!

    1. Ich gebe dir vollkommen recht. Wie gesagt nach 15 Stunden habe ich noch lange nicht alles wirklich gesehen. Nicht jedes Tier bekommen was man bekommen kann, oder jedes Artefakt. Ich warte Quasi auf Dienstag nachmittag 😀

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