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Detroit Become Human - Ein Wechselbad der Gefühle- unser Gamerz.one Review

Lange war es angekündigt. Diesen Monat ist es endlich erschienen. Mit Detroit Become Human bringt QuanticDream und eine neue mitreißende Geschichte. Wie wir das Game finden, lest ihr hier!

Am 25.05.2018 war der große Releasetag von Detroit Become Human und die Vorfreude hat endlich ihr Ende gefunden. Viele von euch haben lange darauf gewartet, denn nach Heavy Rain und Beyond Two Souls war ein neuer Titel mit packender Geschichte geboren. Wer die Vorgänger gespielt hat, der weiß wie viel Liebe QuanticDream in die Spiele steckt und dessen Vorfreude auf Detroit Become Human war nochmal größer. So auch bei mir selbst! Und nun habe ich die Ehre euch mein Detroit Become Human Review zu präsentieren.

Ein Leben in der Zukunft

Detroit Become Human bringt uns einige Jahre in die Zukunft. Es zeigt uns eine Welt, in der wir viele alltägliche Dinge den Androiden überlassen. Im Prinzip wurden alle Arbeiten, auf die die Menschheit keine Lust mehr hat, einfach an die Roboter weitergegeben. Bauarbeiten, Müllabfuhr, Kinderbetreuung, Pflegepersonal, Hausmädchen, Stripper und sogar Androiden für Sex. Die Roboter sehen menschlich aus und man kann sie sich einfach in einem Laden aussuchen und kaufen, sofern man natürlich das nötige Kleingeld besitzt.

In diesem Zuge lernen wir auch unsere drei Protagonisten kennen. Denn auch sie sind Androiden. Doch schnell wird klar, dass das schöne Leben für die Menschen ein jähes Ende finden wird, denn die Roboter beginnen plötzlich eigene Gefühle zu entwickeln und entreißen sich ihrer Programmierung auf Gehorsam. Hier kommt Connor ins Spiel. Ein Android, der die Polizei in Detroit unterstützen soll und herausfinden soll, was mit diesen so genannten Abweichlern plötzlich geschehen ist.

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Mit ihm lernen wir Hank kennen, unseren menschlichen Partner, und geraten immer wieder in brenzliche Situationen mit Abweichlern. Oft hat man nur wenige Sekunden Zeit die richtige Entscheidung zu treffen. Doch diese kann weitreichende Konsequenzen haben.

Neben Connor gibt es aber noch Kara und Markus. Markus, der sehr behütet bei einem reichen Künstler lebt, der ihn wie seinen Sohn behandelt, muss sich nach einem tragischen Ereignis alleine durchschlagen. Doch sein Vertrauen in die Menschen ist gebrochen und er trifft andere Androiden, die weggelaufen sind um frei sein zu können. Doch wie frei sind die Roboter wirklich, wenn sie sich in einem abgelegenen Ort versteckt halten müssen? Genau das fragt sich Markus auch und will den Menschen zeigen, dass die Androiden auch ein Recht auf ein würdiges Leben haben. Auf welchem Weg er das tun wird, dass entscheidet ihr mit euren Taten im Spiel.

Kara hingegen hält sich nach ihrer Flucht eher im Hintergrund und möchte das Land verlassen. Nachdem sie die kleine Alice getroffen hat und mit ansehen musste, wie ihr Vater sie behandelt, ist sie mit dem Mädchen weggelaufen und ständig auf der Suche nach einer sicheren Zuflucht. Doch das scheint oft schwieriger als gedacht, denn sie wird von der Polizei gesucht und sie merkt schnell, dass man nicht jedem vertrauen kann. Doch das ist ihr alles egal, für sie geht es nur darum Alice zu beschützen.

Die Handlungen der drei kreuzen sich immer wieder. Je nachdem wie ihr euch vorher entschieden habt, kann sich der Verlauf der Geschichte verändern. Eure Taten bestimmen den Verlauf und das Ende des Spiels.

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Kapitel für Kapitel

32 Sequenzen durchleben wir mit den drei Robotern und eine ist spannender als die andere. Nach jedem Kapitel wird euch euer Vorgehen angezeigt und was ihr alles erledigt habt oder wo euch ein anderer Weg entgangen ist. Keine Sorge, da es so viele entweder/oder Entscheidungen gibt, müsst ihr nicht ständig die Kapitel wiederholen. So verderbt ihr euch nur das Spiel und die 100 % kann man später immer noch erreichen. Denn was ihr schon freigeschaltet habt, das bleibt euch erhalten.

Zwischen den einzelnen Kapiteln wechseln wir auch zwischen den einzelnen Charakteren um einfach besser nachvollziehen zu können, was parallel zu den anderen oder eben in Folge dessen passiert. Eine doch recht übersichtliche Lösung in dieser manchmal sehr verworrenen Geschichte. So behält man gut den Überblick.

Quicktime und viel zu entdecken

Wie auch in den Vorgängern beschert uns Detroit Become Human auch viele Quicktime-Events. Für mich persönlich ist das auf der einen Seite ein Graus, weil ich manchmal absolut in Panik gerate und dann die richtigen Tasten nicht mehr finde. Und das obwohl ich den Playstation Controller eigentlich auswendig kenne! Andererseits unterstreichen die Events oft den Druck in den jeweiligen Situationen und ziehen Konsequenzen nach sich, wenn man nicht schnell genug oder eben falsch reagiert.

Natürlich könnt ihr auch wieder viel in den Leveln entdecken und in die Hand nehmen. Wie auch bei Beyond Two Souls werden durch ansehen von Objekten oder interagieren nochmal neue Wege oder Dialoge freigeschaltet, die euch im Spielverlauf noch weiterhelfen können. Also schaut euch immer gut um, sofern ihr denn die Zeit dazu habt.

Ein grafisches Highlight

Detroit Become Human reißt einen allerdings nicht nur mit der Geschichte mit. Dazu gehört natürlich noch das ganze drum herum. Die Grafik ist absolut fantastisch. Besonders auf der PS4 Pro mit HDR kommen all die wundervollen Details zur Geltung. Die Charaktere sehen fast menschlich aus, was natürlich auch mit der Motion Capture Entwicklung zusammenhängt. Doch Wow! Jeder Regentropfen und jede Haarsträhne sehen absolut authentisch aus. Einzig und allein an den Zähnen müsste QuanticDream noch arbeiten, diese erscheinen mir ab und zu doch etwas groß.

Neben den tollen Charakteren ist natürlich auch die Umgebung nicht zu verachten. So viele Details, die man entdecken und sich ansehen kann. Zeitschriften, die wir lesen können. Ampeln, die uns bei Rot nicht über die Straße lassen, weil eine holografische Absperrung das verhindert. Autonome Fahrzeuge, die uns begegnen. Und die Mischung aus der neuen Hightech Welt und dem heruntergekommenen Alten, das versucht wird an den Mann zu bringen und solange als Unterschlupf für Obdachlose dient.

Es gibt keine Polizeiabsperrbänder mehr im klassischen Sinne, alles ist mit Hologrammen geregelt und es kommt nur durch wer befugt ist. Ebenso wird mit Graffitis verfahren. Schaut euch also ruhig um, wenn ihr die Zeit habt, ich fand es zumindest beeindruckend woran QuanticDream alles gedacht hat.

Um den einzelnen Sequenzen ihren Charakter zu verleihen darf natürlich der Soundtrack nicht fehlen. Aber muss ich dazu eigentlich viel sagen? Die Musik setzt die Kapitel nochmal richtig in Szene und reißt einen mitten in das Geschehen. Dramatik, Freude und Spannung wird genau richtig dargestellt. Leider manchmal etwas zu laut, wodurch die Dialoge dann zu leise werden. Aber das ist nur stellenweise zu vermerken.

Verändert sich mit den Entscheidungen wirklich so viel?

Viele von euch fragen sich bestimmt, ob die Entscheidungen wirklich so viel ausmachen wie es angekündigt war. Dazu kann ich definitiv sagen: Ja! Dabei ist es egal, ob es eine Antwortmöglichkeit ist, die euch später tief in den Mist reiten oder eben auch Ärger ersparen kann oder ob ihr eine Entscheidung über Leben und Tod treffen müsst.

Auch wenn man mal eine Zeitvorgabe nicht einhalten kann, was Konsequenzen nach sich zieht. Es gab so viele Situationen, wo ich froh war auf meinen Instinkt gehört zu haben und so Ärger entgehen konnte. Andererseits gibt es Kapitel, die ich gerne Wiederholen wollte, weil ich so unzufrieden mit dem Verlauf war, den ich durch eine falsche Entscheidung ausgelöst hatte.

Aber den Spielverlauf verfälschen, kommt gar nicht in Frage. Oft hat man aber eben nicht die Zeit um darüber nachzudenken was passieren soll und das ist es was Detroit Become Human ausmacht. Denn im echten Leben hat man diese Zeit auch nicht immer zur Verfügung.

Das Gamerz.one Fazit

Ein Einfaches: Kauft euch das Spiel, reicht hier nicht oder?

Nun, Detroit Become Human hat mich so sehr begeistert wie seine Vorgänger auch. Emotional fiebere ich mit jedem der Charaktere mit. Schaffen Kara und Alice es sicher über die Grenze? Kann Markus etwas bewirken und sich selbst finden? Wird Connor seine Mission bestehen können?

So viele Fragen und Mutmaßungen, die euch beim Spielen durch den Kopf gehen. Ihr werdet euren Lieblingscharakter finden und wollt für ihn nur die richtigen Entscheidungen treffen, doch ob es alles richtig war, dass wird sich zeigen. Und das liebe ich so an diesen Spielen.

QuanticDream hat hier ein Meisterstück auf die Beine gestellt, was absolut mit den Vorgängern mithalten kann und sie vielleicht auch ein wenig übertrifft. Viele von euch finden Heavy Rain vielleicht der Geschichte wegen noch emotionaler, aber mich hat Detroit ebenso begeistert.

Die Thematik dreht sich vor allem nicht nur um die Androiden. Es ist eine Thematik, die es so schon sehr oft auf der Welt gegeben hat. QuanticDream hebt diese Diskriminierung nur auf die nächste Ebene.

Die Roboter machen unsere Drecksarbeit, müssen in den Bussen ganz hinten im eigenen Abteil stehen, werden auf Androidenparkplätzen abgestellt, wenn sie gerade im Weg stehen und ihnen wird trotzdem so viel Misstrauen entgegengebracht. Sie werden ausgegrenzt und oft wie Abschaum behandelt, obwohl die Menschen sie selber erschaffen haben. Es gibt mehr Arbeitslose, weil Androiden die Arbeit besser und effizienter machen. Und dafür werden sie bestraft. Es ist kein neues Thema, aber ein Wichtiges, wie ich finde, und auch wie sich die Roboter dagegen wehren.

Der Gedanke an selbstständige Androiden ist gruselig, natürlich. Aber das könnte unsere Zukunft werden und die haben wir selber erschaffen. Ein ewiger Kreis.

 

 

0 Kommentare zu “Detroit Become Human - Ein Wechselbad der Gefühle- unser Gamerz.one Review”

Bisher hat noch niemand einen Kommentar hinterlassen. Schande! Schreib DU doch den ersten! LOS!

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