WERBUNG

Battlefield V - Meine Erkenntnisse aus den ersten Stunden

Was darf man von einer Alpha erwarten und wie bewertet man ein halbfertiges Spiel? Die ersten Stunden und Gehversuche in der Battlefield V Alpha und welche Erkenntnisse es gibt, sind wir gehyped und haben wir Bock auf mehr, reisen wir in der Zeit zurück in die Zeit des Zweiten Weltkriegs, alles das erwartet euch, wenn ihr weiter lest.

EA hat vor einigen Tagen die ersten Keys für die Closed Alpha zu Battlefield V versendet und ich hatte das Glück einen zugesandt zu bekommen. Ich habe nun meine ersten 5 Stunden im Spiel verbracht und bin ernüchtert und gehyped zugleich. Warum – das erfahrt ihr in diesem Artikel.

Volltreffer

Battlefield V fühlt sich wie ein Battlefield 4 oder Battlefield 3 an. Das ist gut und liegt vor allem an drei Dingen. Das Ticketing-System tut seinen Job und es gewinnt das Team, welches über die längste Zeit hinweg die meisten Flaggen dominiert hat. So haben sich das viele gewünscht und Dice hat dies hervorragend umgesetzt. Auch die vielen Maßnahmen zum Forcieren des Teamplays haben gegriffen und man merkt in der Alpha schon, dass die Matches deutlich knapper ausfallen und man sich gegenseitig den Rücken stärkt. Last but not least ist der Luftkampf endlich wieder richtig spaßig. Mit ’ner Messerschmidt 109 gegen eine Spitfire – das bringt Laune unter die Fliegerhaube!

Außerdem hat schon die Alpha aktuell wenig wirklich gravierende Technikprobleme, es gibt kaum Lags und das Spiel ist relativ flüssig, sieht man zum Beispiel von „unsichtbaren Wänden“ in der Luft ab, an denen man durchaus mal mit seiner Stuka zerschellt.

WERBUNG

Apropos Stuka. Wenngleich die Lautstärke noch mal überarbeitet werden müsste, das Soundfeeling von Battlefield V ist absolute Sahne. Die herandonnernde V1, die am Boden zerschellt und alles hochjagt macht irre Spaß und die Luftsirene der Stukas klingt einfach nur richtig gut. Das ist atmosphärisch so ziemlich das Einzige, das mich in den zweiten Weltkrieg gezogen hat. Aber dazu später mehr.

Einige der neueren Systeme wie die reduzierte Munition und die damit verbundenen Ammo-Kisten klappen richtig gut und wäre das Buddy-Revive System nicht einen TICK zu lang in seiner Animationsdauer, wäre auch das ein echter Burner. Das Fortification-System, welches euch ermöglicht zerstörte Häuser wieder aufzubauen oder strategisch wichtige Punkte einzubunkern, gefällt im ersten Anlauf richtig gut. Man muss halt mal im finalen Spiel abwarten, wie sich diese Bau-Komponente ins Spiel integriert und wie gut das ganze austariert wird.

Knapp daneben

Nicht ganz so geil sind einige Spieldetails. So ist der Schneefall auf der aktuell einzig Spielbaren Map „Narvik“ so dicht, dass man teilweise seine Gegner nicht ausmachen kann. Manchmal schneit es in einem Haus sogar mehr als draußen.

Ebenso wenig Begeisterung löst bei mir das Sniper-Gameplay aus. Der Sweetspot ist weg, die Kugelflugbahn erschließt sich mir persönlich leider noch nicht so ganz und alles in allem muss man in Battlefield V diese Klasse ganz neu spielen lernen.

Das gilt im Übrigen auch für die Medics, denn mit der auf Reichweite ausgelegten Standardwaffe bleibt man deutlich weiter hintern den Linien zurück und agiert langsamer, während man mit der zweiten spielbaren Waffe, der MP40 eher zum „Assault Medic“ wurde. Rein ins Haus, alles umnieten was da war, Freunde wiederbeleben, weiter geht es.

WERBUNG

Das Waffen-Balancing braucht definitiv auch noch mal eine Generalüberholung. Während die MP40 des Medic und das STG44 des Assaults völlig overpowered waren, hat das MG des Supporters deutlich zu wenig Schlagkraft. Aber das dürfte sich bald ändern, denn wenn Dice eines richtig gut kann, dann das Waffenbalancing.

Das ganze Gameplay des neuen Titels ist im übrigen deutlich entschleunigt. Das Tempo hatte mir bei Battlefield 1 eigentlich sehr gut gefallen, aber bei den Entwicklern scheint man da wohl anderer Meinung gewesen zu sein. Ebenso knapp daneben scheint mir momentan das Spiel im Panzer zu sein. Diese gehen relativ schnell down, bewegen sich teilweise sehr absonderlich und bringen nicht wirklich ordentlich Durchschlagskraft mit sich. Hier hat das Team also noch einige Arbeit vor sich.

Thema verfehlt

Wo mich Dice und EA tatsächlich richtig enttäuscht haben, ist für viele von euch wahrscheinlich eher ein positiver Punkt. Battlefield V spielt sich nämlich eigentlich wie ein sehr moderner und irgendwie CoD-lastiger Titel und so gar nicht, nein überhaupt gar nicht wie ein 2. Weltkrieg-Shooter.

Das liegt mitnichten an den bald spielbaren weiblichen Charakteren des Spiels sondern viel mehr an der gesamten Aufmachung. Man erkennt einfach nicht wann und wo man sich befindet, zumindest auf der aktuellen Karte „Narvik“. Battlefield 1 hat dem Spieler richtig gut vermittelt, dass er Teilnehmer eines Krieges am Rande technischer Revolutionen ist und die Greuel im Feld gut rüber gebracht. Battlefield V dagegen spielt sich für mich eher völlig emotionslos und ich hoffe INSTÄNDIG, dass die Entwickler hier noch nachbessern, denn sonst habe ich mir die Digital Deluxe Edition, für immerhin rund 85€, umsonst vorbestellt.

0 Kommentare zu “Battlefield V - Meine Erkenntnisse aus den ersten Stunden”

Bisher hat noch niemand einen Kommentar hinterlassen. Schande! Schreib DU doch den ersten! LOS!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.